Landgericht Baden-Baden (Foto: SWR)

Organisierte Kriminalität in Baden-Württemberg Millionen-Drogenhandel in Baden-Baden vor Gericht

Vor dem Landgericht Baden-Baden müssen sich seit Donnerstag zwei Männer wegen Drogenhandels verantworten. Gemeinsam sollen sie Marihuana und Kokain im Wert von 3,5 Millionen Euro verkauft haben.

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Zu Beginn des Prozesses hat einer der beiden Angeklagten seine Beteiligung bestritten. Der 39 Jahre alte Deutsche ist wegen Beihilfe in mehreren Fällen angeklagt. Er soll mehrfach Autos gemietet und Drogen aus Albanien abgeholt haben. In seiner Wohnung fanden Fahnder Rauschgift. Der Mann habe zeitweise als Transportunternehmer mit eigenem Fahrzeug gearbeitet. Von den Drogengeschäften will der Angeklagte nichts gewusst haben, auch nicht vom Rauschgift in seiner Wohnung.

Drogen im Wert von 3,5 Millionen Euro verkauft

Hauptangeklagter ist ein 40 Jahre alter griechischer Staatsangehöriger albanischer Herkunft. Ihm wird vorgeworfen, insgesamt mehr als 1.300 Kilogramm Marihuana und sieben Kilogramm Kokain verkauft zu haben. Die Drogen gingen unter anderem an Abnehmer in Pforzheim, München und Krefeld, aber auch ins Ausland. Verhandelt werden 50 Einzelfälle. Insgesamt ging es dabei angeblich um mehr als 1,3 Tonnen Marihuana und 7 Kilogramm Kokain - im Wert von 3,5 Millionen Euro.

Verdeckte Ermittlungen

Es ist ein Prozess gegen die Organisierte Kriminalität. Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und Zollfahndung haben zusammengearbeitet und monatelang verdeckte Ermittlungen durchgeführt. So ist es schließlich gelungen, die beiden Angeklagten festzunehmen. Weitere Personen sind in Deutschland und Griechenland verhaftet worden. Weitere Strafprozesse sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft folgen. Für den Prozess in Baden-Baden sind bis zum 21. März acht Termine angesetzt.

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