Pilotprojekt zwischen Kuppenheim und Gernsbach Teststrecke für Hybrid-Oberleitungs-Lkw

Auf einer Teilstrecke der B462 sollen Hybrid-Oberleitungs-Lkw getestet werden. Der Abschnitt zwischen Kuppenheim und Gernsbach-Obertsrot könnte im Jahr 2020 in Betrieb gehen.

Die Strecke durch das Murgtal sei aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. So gibt es ein- und zweispurige Streckenabschnitte, außerdem einen Tunnel. Elektrifiziert wird nur etwa ein Drittel, so Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) am Mittwochabend bei einer Bürgeranhörung in Kuppenheim.

Minister Hermann hat gemeinsam mit Vertretern des Bundes in einer groß angelegten Informationsveranstaltung die Öffentlichkeit über das Pilotprojekt eWayBW informiert. Insbesondere, welche Rolle elektrisch betriebene Hybrid-Oberleitungs-Lkw in der Zukunft spielen können, wie der aktuelle Projektstand ist und wie es konkret weitergeht. Von der Veranstaltung berichtet SWR Reporterin Irene Merkel:

Dauer

Teststrecke zwischen Gernsbach-Obertsrot und Kuppenheim

Im Rahmen von eWayBW soll im Murgtal zwischen Gernsbach-Obertsrot und Kuppenheim bis Ende 2019 eine Teststrecke für elektrisch betriebene Hybrid-Oberleitungs-Lkw entstehen. Hierzu wird die B462 in zwei Elektrifizierungsabschnitten auf einer Länge von insgesamt rund sechs Kilometern in jede Fahrtrichtung mit Oberleitungen, wie man sie aus dem Bahnbereich kennt, ausgestattet. In diesen Elektrifizierungsbereichen beziehen die Hybrid-Oberleitungs-Lkw ihren Strom aus der Oberleitung und laden parallel noch ihre Batterie auf, die dann außerhalb der Elektrifizierungsbereiche den weiteren Antrieb sicherstellt.

Zeitplanung für das Projekt

Die Entwurfsplanung soll nun zügig vorangebracht werden, so dass das Vergabeverfahren für die Bauleistung der beiden zu elektrifizierenden Bereiche in der zweiten Jahreshälfte 2018 durchgeführt werden kann. Die bauliche Umsetzung sowie die Inbetriebnahme der Anlage ist für das Jahr 2019 vorgesehen. Im Anschluss daran folgt über drei Jahre hinweg der Realbetrieb. Nach derzeitigem Stand wird die Anlage nach Abschluss des Pilotversuchs wieder rückgebaut.

Wissenschaftliche Forschungen begleiten das Projekt, das der Bund mit 16,8 Millionen Euro bezuschusst. Rund 800.000 Euro zahlt das Land. Nach den derzeitigen Planungen ist davon auszugehen, dass der Test- nicht in einen Regelbetrieb übergehen wird. In der Bevölkerung stößt das Vorhaben auf geteilte Reaktionen.

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