Toter Fisch auf Kiesgrund (Foto: Imago, imago/Niehoff)

Niedrigwasser und hohe Temperaturen BUND warnt vor Fischsterben im Rhein

Durch die Hitze der vergangenen Wochen haben sich auch die Temperaturen im Rhein stark erhöht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz BUND warnt nun vor einem großen Fischsterben.

Am Donnerstag betrug die Wassertemperatur im Rhein bei Karlsruhe über 26 Grad und bei Worms sogar 27,5 Grad. Für viele wärmeempfindliche Fische wie Äschen oder auch etliche Forellenarten ist das eindeutig zu hoch. Schon 25 Grad bedeuten viel Stress für die Tiere. Sie brauchen mehr Energie um ihren Stoffwechsel aufrechtzuerhalten.

"Wenn die Temperaturen weiter steigen, kommen wir um ein Fischsterben nicht herum."

Kai Baudis, stellvertretender BUND Landesvorsitzender

Das Hauptproblem ist bei diesen Temperaturen, dass sich der Fischleich nicht entwickelt. Das heißt, die nächste Generation fällt aus. Fische, die wandern, wie etwa Lachse, werden im warmen Wasser lethargisch und finden irgendwann nicht mehr genug zu fressen. Bernd Hocke war am Rhein bei Karlsruhe:

Dauer

Kein Kühlwasser aus Kraftwerken in den Rhein

Der BUND fordert von den Landesregierungen dafür zu sorgen, dass ab sofort kein aufgewärmtes Kühlwasser mehr von Kraftwerken in den Rhein geleitet werden darf. Dies sei möglich, weil fast alle betroffenen Anlagen auch über eigene Kühlungsmöglichkeiten verfügten.

EnBW reagiert auf hohe Temperaturen im Rhein

Der Energieversorger EnBW hat inzwischen nach eigenen Angaben die Leistung eines Kraftwerkblocks in Karlsruhe gedrosselt. Der Hintergrund: Aus dem Kraftwerk wird gebrauchtes Kühlwasser in den Rhein geleitet, das das Wasser weiter aufheizt. Bei weniger Leistung fließt auch weniger Kühlwasser ab.

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