Ein Bagger fräst sich in der Oströhre des Bahntunnels durch Beton und Stahl. Bauarbeiter beobachten die Arbeit. (Foto: picture-alliance / dpa)

Bahn sucht weiter nach Ursache Probebohrungen nach Rastatter Tunnelhavarie

Neun Monate nach dem Tunnelschaden in Rastatt sucht die Deutsche Bahn weiter nach der Ursache. Probebohrungen sollen Hinweise darauf bringen, warum die Gleise abgesackt sind.

Rund 60 Bohrungen sollen Hinweise darauf geben, warum es im Sommer vergangenen Jahres zu der Tunnelhavarie kam. Dazu wird im Bereich der Schadensstelle aber auch im Umkreis der Untergrund untersucht, teilweise bis zum Grundwasser. Bis Ende Juli sollen die Bohrungen abgeschlossen sein. Währenddessen werden die ersten Ergebnisse ausgewertet.

Die Bohrungen sind Teil eines umfangreichen Beweiserhebungs- und Schlichtungsverfahrens, an dessen Ende die Frage nach der Verantwortung für die Tunnel-Havarie steht. Auf diese Weise sollen Gerichtsprozesse vermieden werden.

Folgenschwere Gleisabsenkung im Sommer 2017

Am 12. August 2017 hatte es beim Bau des Tunnels für die neue Rheintalbahn in Rastatt eine schwere Panne gegeben. Wasser und Erdreich waren in den Tunnel eingedrungen, die Schienen der darüber verlaufenden Bahnlinie senkten sich ab. Der Bahnverkehr war bis Anfang Oktober gesperrt. Diese Sperrung hatte große Auswirkungen auf den gesamten Schienenverkehr im südwestdeutschen Raum.

Abgesenkte Bahngleise bei Niederbühl im Sommer 2017 (Foto: picture-alliance / dpa)
Hier bei Niederbühl hatten sich im Augsut 2017 Bahngleise abgesenkt. Zur Stabilisierung wurde der Rastatter Tunnel auf 150 Metern mit Beton befüllt (Archiv)

Der volkswirtschaftliche Schaden, der dabei entstand, beträgt etwa zwei Milliarden Euro. Außerdem verzögert sich das Großprojekt um etwa zwei Jahre und wird erst 2024 fertig.

STAND