KSC-Mitgliederversammlung wählt neuen Präsidenten (Foto: SWR)

Mitglieder wählen neuen Präsidenten Showdown in der KSC-Chefetage

Bei der KSC-Mitgliederversammlung am Samstag in Karlsruhe steht die Neuwahl des Präsidenten im Mittelpunkt. Der Unternehmer Martin Müller fordert Präsident Ingo Wellenreuther heraus.

So spannend war lange keine Präsidentenwahl mehr beim KSC. Ingo Wellenreuther hat mit Martin Müller einen ernsthaften Herausforderer. Beobachter rechnen damit, dass Amtsinhaber Wellenreuther bei der Versammlung in der Karlsruher Schwarzwaldhalle auf seine Verdienste um den Verein hinweisen wird: Immerhin spielt der KSC wieder zweite Liga und das Stadion wird gebaut.

Herausforderer will mehr Transparenz beim KSC

Der 55-jährige Martin Müller, seit drei Jahren Mitglied im Verwaltungsrat des KSC, will die Kommunikation im Verein verbessern und sich im Fall eines Sieges mehr im Hintergrund halten als Wellenreuther. Müller will Konflikte mit der Stadt wegen des Stadions oder mit dem bisherigen Vermarkter Lagadere nicht vor Gericht ausgetragen sehen. Das könne man alles im Gespräch lösen, meint Martin Müller.

Wellenreuther in der Favoritenrolle

Beobachter sehen Amtsinhaber Ingo Wellenreuther in der Favoritenrolle. Nicht nur wegen der jüngsten Erfolge des Vereins, bei einer Vorstellung Anfang der Woche habe sich Wellenreuther rhetorisch souverän präsentiert. Allerdings gibt es auch Kritik an seinem Führungsstil, der von Herausforderer Martin Müller als zu autoritär kritisiert wird.

Fragwürdige Geschäftsverbindungen zu konkurrierenden Vereinen?

Müller selbst war in die Kritik geraten wegen seiner Verbindungen zum KSC-Sponsor, der GC Gruppe, die auch konkurrierende Vereine in der Fußballbundesliga unterstützt. Allerdings hat der KSC-Wahlausschuss seine Kandidatur letztlich genehmigt, was darauf schließen lässt, dass diese Verbindungen als weniger relevant angesehen werden.

Müller ist ernstzunehmender Herausforderer

Beobachter gehen davon aus, dass Martin Müller, der dem Verein bereits mit einer Summe von über einer Million Euro ausgeholfen hat, als ernsthafter Herausforderer für den seit 2010 amtierenden Ingo Wellenreuther zu werten sei. Der neue KSC-Präsident wird auf drei Jahre gewählt.

STAND