Borkenkäfer im Nordschwarzwald (Foto: SWR)

Millionenschäden in den Wäldern Kampf gegen Borkenkäfer im Nordschwarzwald

Forstämter kämpfen gegen eine massenhafte Vermehrung von Borkenkäfern in den Höhenlagen des Schwarzwalds. Begünstigt werden die Schädlinge durch lange Trockenheits- und Hitzeperioden.

Im Jahr 2016 gab es etwa 4.000 Festmeter sogenanntes Borkenkäferholz im Landkreis Rastatt. Bis Ende 2019 könnte es bis zu 15 Mal so viel werden.

Befallene Bäume werden entfernt

Das Kreisforstamt Rastatt fällt derzeit intensiv von Borkenkäfern befallene Fichten, Tannen und Buchen und bringt sie aus dem Wald. So soll verhindert werden, dass sich die kommende Käfergeneration weiter ausbreiten kann. Nach Angaben des Landkreises wurden bei mehreren Waldbesitzern bereits Käferhölzer umgelagert oder es wurden befallene Hölzer als Brennholz verwendet.

"Wir stecken mitten in den Auswirkungen des Klimawandels!"

Forstamt des Landkreises Rastatt
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Schäden in Rekordhöhe

Die Schäden für die Waldwirtschaft gehen in die Millionen. Der Holzverkauf ist wegen hoher Kosten durch Borkenkäferschäden kaum noch rentabel. Bei der Wiederbewaldung von zerstörten Waldflächen sollen in Zukunft andere, widerstandsfähigere Baumarten gepflanzt werden. Zum jetzigen Zeitpunkt sind im Kreis Rastatt rund 28.000 Festmeter Holz betroffen. Nach Schätzungen wird bis Ende des Jahres ebensoviel hinzukommen.

SWR-Reporter Patrick Neumann war im Nordschwarzwald am Kaltenbronn:

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