Wolfszaun mit Schafen im Hintergrund (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/Caroline Seidel/dpa)

Mehrere Tiere bei Forbach gerissen Wieder Wolfsangriff im Nordschwarzwald?

Im Raum Forbach im Nordschwarzwald sind fünf Schafe und eine Ziege von einem Tier zum Teil tödlich verletzt worden. Das Umweltministerium schließt nicht aus, dass es ein Wolf war.

In einem ersten Fall am vergangenen Freitag waren vier tote Schafe gefunden worden, die teilweise Bissspuren am Hals hatten. Am Samstag wurde ein weiteres totes Schaf entdeckt und eine Ziege, die so schwer verletzt war, dass sie getötet werden musste.

DNA-Untersuchungen laufen

Die Tiere wurden an unterschiedlichen Stellen gefunden. Im ersten Fall halten es die Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) für möglich, dass die Tiere gerissen wurden. Im zweiten Fall geht die FVA sicher davon aus, dass es sich um Risse handelt. Ob die Bissverletzungen von einem Hund, einem Fuchs oder einem Wolf stammen sei noch unklar, schreibt das baden-württembergische Umweltministerium in einer Mitteilung. Ein Wolf werde aber nicht ausgeschlossen. Entsprechende Untersuchungen laufen, darunter auch genetische Untersuchungen.

Umweltministerium: Tiere nicht ausreichend geschützt

In beiden Fällen, so das Umweltministerium, habe kein ausreichender Schutz in Form von Zäunen bestanden. Es verweist auf entsprechendes Material, das Tierhaltern kurzfristig zur Verfügung gestellt werden kann. In der Gegend im Nordschwarzwald ist seit zwei Jahren ein Wolf aktiv, Forbach liegt im Zentrum dieser Region.

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