Bundesanwaltschaft Karlsruhe (Foto: dpa Bildfunk)

Mann von Generalbundesanwalt in Karlsruhe angeklagt Illegaler Export von Raketen-Bauteilen nach Russland

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage gegen einen Russen wegen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz erhoben. Der Mann war im Dezember in Keltern (Enzkreis) verhaftet worden.

Jetzt muss er sich vor dem Oberlandesgericht Hamburg verantworten. Dem Mann, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung 68 Jahre alt war, wird vorgeworfen, Spezialpressen aus Deutschland an russische Militärbehörden geliefert zu haben. Laut Anklageschrift soll er zwischen 2014 und 2018 Güter aus dem Bereich Trägertechnologie an militärische Empfänger ausgeführt haben. Sie haben einen Gesamtwert von mehr als 1,8 Millionen Euro.

Pressen für Raketenbau ausgeliefert

Um das Russland-Embargo zu umgehen, habe er Scheinempfänger beliefert und falsche Dokumente vorgelegt. Dabei wurden laut Bundesanwaltschaft sogenannte heißisostatische Pressen geliefert. Sie werden für Werkstücke im Raketenbau benötigt.

Der Angeklagte soll außerdem 15 Kilogramm eines Stoffes, der in Raketentreibstoff und Sprengstoff enthalten ist, nach Russland ausgeführt haben.

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