Luftaufnahme von der Stadt Bruchsal (Foto: Modus Consult)

Machbarkeitsstudie der Stadt B35: Entlastet die Tunnellösung den Verkehr in Bruchsal?

Die Stadt Bruchsal hat eine Machbarkeitsstudie für eine Tunnellösung auf der bestehenden B35-Trasse vorgestellt. Der Gemeinderat hat sich am Dienstagabend einstimmig dafür ausgesprochen, diese Variante weiter zu verfolgen.

Im Bundesverkehrswegeplan ist eine Ortsumgehung für Bruchsal (Kreis Karlsruhe) im vordringlichen Bedarf vorgesehen. Der Gemeinderat der Stadt hat allerdings eine Weiterführung der schon gebauten B35 Nord über den Rotenberg bis nach Heidelsheim (Kreis Karlsruhe) aus Naturschutzgründen abgelehnt. Man wolle keine Ersatzautobahn für die A8, so Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick (parteilos).

20.000 Autos durch den Tunnel?

Die Machbarkeitsstudie hat nun einen durchgehenden Straßentunnel auf der bestehenden Trasse untersucht und kommt zum Ergebnis, das dies die beste Lösung für Bruchsal wäre. Dabei gäbe es zwei oberirdische und zwei unterirdische Straßenspuren, erklärte Petzold-Schick. Sie durchquerten Bruchsal.

"So würde man den Durchgangsverkehr vom innerstädtischen Verkehr trennen. Das würde große Entlastungswirkungen bringen."

Bruchsals Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick

Der Tunnel könnte rund 20.000 Fahrzeuge des Durchgangsverkehrs aufnehmen. Kosten und Bauzeit für einen solchen Tunnel müssen allerdings erst noch ermittelt werden. Noch in diesem Jahr soll es einen ersten Planungstermin dafür geben.

Verantwortlich für diese Planungen ist das Karlsruher Regierungspräsidium. Eine Sprecherin der Behörde sagte dem SWR, die Erstellung der Machbarkeitsstudie sei im Einvernehmen zwischen Stadt und Regierungspräsidium erfolgt. Welche Planungsvariante am Ende verwirklicht werden soll, entscheidet am Ende aber das Bundesverkehrsministerium in Berlin.

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