Ludwig-Marum-Preis 2018 Ehrung für Gedenken an Nazi-Opfer in Karlsruhe

Die Karlsruher SPD hat am Montag den Ludwig-Marum-Preis an Maria Rave-Schwank verliehen. Damit wird die Psychiaterin für ihren Einsatz an das Gedenken von Psychiatrie-Patienten geehrt, die der NS-Euthanasie zum Opfer fielen.

Den Opfern Namen und Würde zurückgeben, das ist das Anliegen von Maria Rave-Schwank. Sie ist die ehemalige Direktorin der psychiatrischen Klinik am Städtischen Klinikum Karlsruhe. Aktuell arbeitet die 83-Jährige an einem Namensbuch, das das Schicksal von fast 500 getöteten Psychiatrie-Patienten aus Karlsruhe aufarbeiten soll.

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Angehörige von Betroffenen gesucht

Wer sich als Angehöriger einer betroffenen Familie mit Maria Rave-Schwank in Verbindung setzen möchte, darf sich direkt bei ihr per Email melden: maria.rave@t-online.de

Mit Opfer-Urenkeln gemeinsam gegen das Vergessen

Bei der Verleihung des Ludwig-Marum-Preises 2018 stand aber nicht sie allein im Fokus, sondern auch Mathias Mergner: Er ist der Urenkel eines Karlsruhers, der von den Nazis getötet wurde und über dessen Schicksal er öffentlich spricht:

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Preis für Demokratie und gegen Intoleranz

Der mit 1.000 Euro dotierte Ludwig-Marum-Preis erinnert seit 1988 an den Karlsruher Reichstagsabgeordneten. Der Sozialdemokrat jüdischer Herkunft wurde 1933 verhaftet und im März 1934 im KZ Kislau bei Bruchsal ermordet. Der Preis wird jährlich an Marums Geburtstag an Menschen vergeben, die sich gegen Intoleranz und für Demokratie einsetzen.

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