Alarm wegen vermeintlicher Leiche Entsorgte Sexpuppe sorgt in Karlsruhe für Aufregung

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Eine Leiche im Müllcontainer - dieser Alarm ging am Dienstagabend bei der Polizei und dem Deutschen Roten Kreuz in Karlsruhe-Grünwettersbach ein. Die Lage war zunächst unklar.

Tatsächlich entdeckten die Einsatzkräfte einen menschlichen Körper, eingewickelt in eine Wolldecke, mit Klebeband verschnürt. Abgelegt vor einem Müllcontainer.

"Ein Anblick wie im Tatort"

"Das war ein makabres Bild, wie aus einem Tatort", schilderte einer der Rot-Kreuz-Helfer dem SWR. Doch dann die Überraschung: Die Helfer entfernten die Wolldecke, um zunächst den Kopf frei zu legen. Das vermeintliche Verbrechensopfer entpuppte sich als Sexpuppe - nackt und lebensecht, etwa 1,50 Meter groß und 30 bis 40 Kilo schwer.

Jetzt ermittelt die Polizei nach dem "Täter" - immerhin handelt sich ja um einen Fall von illegaler Müllablagerung, da die thermoplastische Puppe vor und nicht im Müllcontainer abgelegt worden war. Vielleicht war sie dem ursprünglichen Besitzer ja einfach nur zu schwer, um sie hochzuheben.

Fragen über Fragen

Handelt es sich um das tragische Ende einer schwierigen Beziehung? Wollte sich ein frustrierter Puppen-Liebhaber von seiner Gefährtin trennen, weil sie seine Erwartungen auf bittere Weise enttäuscht hat? Die Wahrheit werden wir wahrscheinlich nie herausbekommen. Denn eine "Soko Puppe", teilte die Polizei mit, habe man nicht vor einzurichten.

Kritik an üblem Scherz

Neben all dem Augenzwinkern über die Geschichte handelt es sich aber auch um eine Geschichte mit einer ernsten Seite: Die Mitarbeiter des Roten Kreuzes kritisieren, dass jemand bewusst Rettungskräfte in Gefahr gebracht habe. Neben Mitarbeitern des DRK eilten auch ein Notarzt, ein Rettungswagen und fünf Polizeistreifen zum Fundort in Grünwettersbach.

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