Plan der möglichen Trassenführung über den Rhein (Foto: SWR, Foto : Jürgen Essig)

Kritik am Planfeststellungsverfahren BUND-Klage gegen zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland BUND hat seine Kritik an der geplanten zweiten Rheinbrücke bei Karlsruhe nochmals unterstrichen. Die Brücke sei nicht mit dem Arten- und Naturschutz vereinbar, so der BUND.

Gerade vor dem Hintergrund der Klimakrise und des Artensterbens sei die geplante Rheinquerung völlig unnötig, so der BUND in einer Pressekonferenz heute. In vier Wochen wird vor dem Oberlandesgericht Koblenz die BUND-Klage gegen das bisherige Planverfahren verhandelt.

Länderübergreifende Planfeststellung fehlt

Die Klage des BUND stützt sich auf mehrere Punkte. Vor allem kritisiert der Naturschutzverband das laufende geteilte Planfeststellungsverfahren. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bearbeiten jeweils ihren Abschnitt bis zur Mitte des Rheins, nach Ansicht des BUND hätte man eine länderübergreifende ganzheitliche Planfeststellung durchführen müssen.

Flächenverlust und zerstörte Schutzgebiete durch die Brücke

Außerdem sei die zweite Rheinbrücke nicht mit dem Arten- und Naturschutz vereinbar, hier seien auf pfälzischer Seite viele Fehler gemacht worden, so BUND-Anwalt Dirk Herrmann. Neben erheblichen Flächenverlusten greife die Brücke in zwei EU-Vogelschutzgebiete ein, das Vorkommen vieler geschützter Arten sei nur unzureichend untersucht worden

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