Baumkletterer haben rund um Karlsruhe aktuell viel zu tun. (Foto: SWR)

Kranke Bäume werden gefällt Karlsruher Baumkletterer in spektakulärem Einsatz

Viele Bäume im Raum Karlsruhe sind so krank, dass sie gefällt werden müssen. Wenn aber kein Platz ist, um die Bäume einfach umfallen zu lassen, müssen Baumkletterer ran.

Hoch oben im Baum hängt Matthias Schmitt. Er ist einer der Baumkletterer der Stadt Karlsruhe und hat gerade richtig zu tun: Gut zwölf Meter über dem Boden, gesichert mit einem Seil, sägt er den Baum von oben Stück für Stück zurück. Sein Kollege gibt immer wieder Seil nach, wenn Schmitt wie Tarzan von Ast zu Ast springt. Schwindelfrei ist er auf jeden Fall und er kann sich auf seine Kollegen verlassen. Die haben den Baum vorher kletterfertig vorbereitet und mit Sicherheitshaken versehen.

Dauer

Jeder Baum wird kontrolliert

Für die Baumkletterer ist das Alltag: Sichten, Sicherungsseile anbringen, hochklettern, Ast mit einem Seil anbinden und dann absägen. So können die Äste vorsichtig abgelassen werden und beschädigen nicht die Umgebung. Bis zu 750 Bäume fällen oder pflegen die Baumkletterer pro Jahr. Diese wurden vorher alle bei Routinekontrollen für krank befunden.

Heiße Sommer sorgen für mehr Arbeit

Ihre höchsten Prioritäten sind dabei die Risikobeseitigung und der Naturschutz. Das kann eben auch bedeuten, kranke Bäume zu fällen, die leicht Schädlinge und Pilze verbreiten könnten. Immer mehr Bäume leiden durch die heißen und trockenen Sommer und müssen weg, um den Bestand zu schützen.

Ein Tag ohne klettern ist ein verlorener Tag...

Matthias Schmitt, Baumkletterer

Mischung aus Arbeit und Spaß

Die Tendenz für die Zukunft sieht eher nach mehr Arbeit für Matthias Schmitt und sein Team aus. Im Hardtwald oder auch in der Karlsruher Innenstadt gibt es viele von der Trockenheit gefährdete Bäume. Arbeit, die ihm Spaß macht, weil er so Hobby und Beruf verbinden kann.

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