Ein Blick in die Karlsruher Hirschstraße mit parkenden Autos (Foto: Pressestelle, Stadt Karlsruhe, Müller-Gmelin)

Knöllchen für Falschparker Karlsruhe setzt Gehwegparkverbot durch

Autofahrer, die in Karlsruhe nicht korrekt auf dem Gehweg parken, bekommen seit Montag ein "Knöllchen" über mindestens 20 Euro. Das Ordnungsamt beendet damit das bisher tolerierte freie Parken.

Die Stadtverwaltung war von den Landesbehörden immer wieder darauf hingewiesen worden, dass das Gehwegparken nach der Straßenverkehrsordnung verboten ist. Außerdem hatte es Beschwerden aus der Bevölkerung gegeben. Steht das Auto länger als eine Stunde falsch, sind sogar 30 Euro fällig.

Der Leiter des Karlsruher Ordnungsamtes, Björn Weiße, wirbt um Verständnis für diese Regelung, die Fußgängern wie etwa Eltern mit Kinderwagen, Senioren mit Rollatoren oder fahrradfahrenden Kindern auf dem Fußweg zugute kommen soll.

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Seit Montag dürfen Autofahrer in Karlsruhe nicht mehr auf freier Fläche parken, sondern nur noch in dafür extra markierten Buchten. Wie der Karlsruher Ordnungsamtsleiter Weiße dem SWR mitteilte, halten sich bereits viele Autofahrer an die neue Regelung. Am ersten Tag allerdings wurden mehr als 700 Falschparker erwischt und verwarnt.

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"Der Parkdruck hat zugenommen"

Die Zahl der Autos ist in den vergangenen Jahren in Karlsruhe deutlich angestiegen, da viele Familien mehr als ein Fahrzeug besitzen. Nach aktuellen Zahlen des Ordnungsamtes waren im Dezember 2018 im Stadtbezirk allein knapp 140.000 Pkw gemeldet. Dazu kommen rund 12.000 Motorräder und Roller – für die die Regeln zum Gehwegparken genauso gelten. Damit kommt bei einer Einwohnerzahl von rund 300.000 auf fast jeden zweiten Anwohner ein Fahrzeug. Entsprechend hoch ist der "Parkdruck", wie es Björn Weiße nennt.

Erste Erfahrungen der Ordnungshüter und Meinungen von Karlsruhern zur neuen Parkregelung nach Woche eins:

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