Protestaktion in Baden-Württemberg Karlsruher Schüler demonstrieren für bessere Klimapolitik

Am Freitag haben rund 300 Schüler in Karlsruhe gemeinsam mit anderen Jugendlichen gegen die aktuelle Klimapolitik demonstriert. NGOs und Initiativen hatten in den sozialen Medien zur Teilnahme aufgerufen.

Die Schüler und Jugendlichen in Karlsruhe demonstrierten am Freitagmorgen auf dem Kronenplatz für einen besseren Klimaschutz, einen sofortigen Ausstieg aus der Kohleenergie und gegen die Abholzung von Wäldern. Sie bestreikten gleichzeitig den normalen Schulunterricht. Wie die Initiative "Fridays for Future Deutschland" auf ihrer Facebook-Seite mitteilte, gab es auch in Stuttgart Schüler-Proteste. Insgesamt waren Demonstrationen in mindestens sieben deutschen Städten angekündigt.

Schüler in Karlsruhe demonstrieren (Foto: SWR, Mathias Zurawski)
Rund 300 Schüler und Jugendliche demonstrierten am Freitag in Karlsruhe Mathias Zurawski

Schüler kämpfen für ihre Zukunft

Für die Schüler mache es nach eigenen Worten keinen Sinn, für die Zukunft und ihre zukünftigen Jobs zu lernen, wenn fraglich sei, ob es eine Zukunft für sie gebe.

Der 17-jährige Johannes Grötzinger, einer der Organisatoren der Karlsruher Aktion, ist der Meinung, "dass mehr Investitionen in den ÖPNV und den Radverkehr fließen müssen, statt in Autos und Flugzeuge. Es ist wichtig, dass mehr Leute auf die Straße gehen. [...] Es muss was passieren."

Was die Schüler an der aktuellen Klimapolitik bemängelten hören Sie im Audio:

Dauer

Vorbild der Aktion ist eine junge Schwedin

NGOs und Initiativen hatten in den vergangenen Tagen in den sozialen Medien auf die Aktion aufmerksam gemacht. Vorbild für den Protest ist die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Sie hatte zum Endspurt der UN-Klimakonferenz im polnischen Kattowitz zu der Aktion aufgerufen.

Fridays for future. The school strike continues! #climatestrike #klimatstrejk #FridaysForFuture https://t.co/5jej011Qtp

Sie protestiert schon seit Monaten immer freitags gegen den Klimawandel vor dem schwedischen Parlament. In Kattowitz beraten fast 200 Staaten über Maßnahmen zum Klimaschutz. Bei den Verhandlungen gebe es immer noch keine Anzeichen von Zugeständnissen, kritisierte Thunberg in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

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