Schiff im Rhein vor Schotterufer (Foto: picture-alliance / dpa, Uli Deck)

Rekord am Pegel Maxau Rhein erreicht bei Karlsruhe historischen Niedrigstand

Der extrem niedrige Wasserstand des Rheins hat am Donnerstag die historische Marke von 3,14 Metern beim Pegel Karlsruhe-Maxau unterschritten. Experten gehen von anhaltend niedrigen Wasserständen aus.

Am Donnerstagmorgen meldete die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes nur noch einen Pegel von 3,14 Metern am Karlsruher Messpunkt in Maxau. Der alte Niedrigstand aus dem Jahr 2003 wurde somit um sechs Zentimeter unterschritten. Zuletzt war der Rhein bei Karlsruhe im Jahr 1972 auf 3,02 Meter gefallen. Der niedrigste Pegel aller Zeiten wurde im Jahr 1885 gemessen. Damals wurden in Maxau 2,31 Meter abgelesen. Thomas Simon war am Rheinufer bei Karlsruhe:

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Spürbare Auswirkungen auf den Rheinhafen

Nach Angaben der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) in Karlsruhe ist damit zu rechnen, dass der niedrige Wasserstand in der kommenden Woche auf demselben Niveau bleibt. Mehrere Fähren am Rhein haben unterdessen ihren Betrieb eingestellt. Auch für den Karlsruher Rheinhafen hat das Niedrigwasser spürbare Auswirkungen, da die Schifffahrt nur noch mit sehr geringer Ladung möglich ist.

Fähren stellen teilweise Betrieb ein

Auch die Fähren können nur sehr eingeschränkt fahren. Das sorgt auch für Unmut bei Pendlern und Touristen:

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Niedrigwasser sorgt für höhere Transportkosten

Beim aktuellen Wasserstand beträgt die nutzbare Tiefe der Fahrrinne nur noch rund 1,5 Meter. Ein 110 Meter langes Rheinschiff taucht leer zwischen 60 bis 80 Zentimeter tief ein und braucht 10 Zentimeter Wassertiefe je 100 Tonnen Fracht. Statt normalerweise 3.000 Tonnen können so nur noch 800 Tonnen oder weniger geladen werden. Die Schiffseigner bekommen einen sogenannten Kleinwasserzuschlag. Unternehmen, die Güter auf dem Rhein transportieren wollen, müssen unter dem Strich mehr Geld ausgeben.

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