Pyrotechnik zum Abschied aus dem Wildparkstadion (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)

Ermittlungen wegen Pyroshow KSC und Stadt Karlsruhe wehren sich gegen DFB

Nach der Pyroshow, die zum Abschied vom Wildparkstadion abgebrannt wurde, hat der DFB ein Ermittlungsverfahren gegen den KSC eingeleitet. Doch der wehrt sich - und hat Rückendeckung von der Stadt und den Fans.

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Wie der KSC bekannt gab, war das Spiel gegen die Würzburger Kickers am vergangenen Samstag nach einer Durchsage des Stadionsprechers ordnungsgemäß beendet worden. Erst danach habe die neue Veranstaltung mit dem Namen "Abschied Wildparkstadion" stattgefunden, bei der es mit städtischer Genehmigung zum Abbrennen der Pyrotechnik gekommen war. In diesem Zusammenhang stellen die KSC-Supporters klar, dass diese Abschiedsveranstaltung nach dem Spiel allein von ihnen organisiert wurden.

Supporters beziehen klare Position

Da die Supporters Karlsruhe als Verein nicht dem Deutschen Fußball-Bund angeschlossen sind, weisen sie jegliche Einmischung und Ermittlung des Fußballverbandes bezüglich der Veranstaltung entschieden zurück. Man sei überrascht, dass der Verband hier bewusst eine Konfrontation mit dem KSC sucht. Einzig allein die Supporters als Veranstalter wären der richtige Adressat für Fragen des Verbandes gewesen, so der Karlsruher Fan-Dachverband in einer Stellungnahme.

Im Rahmen dieser Abschiedsveranstaltung für das Wildparkstadion kam es tatsächlich im Finale der Veranstaltung zum organisierten Abbrennen von Handfackeln im Stadioninnenraum. Auch hierfür lag die notwendige Genehmigung vor, so die Supporters. Die Fackelträger waren im Vorfeld eingewiesen und die Standposition jedes einzelnen festgelegt.

Aus Karlsruhe kommt Gegenwind

Die Supporters wollen die weiteren Schritte des Verbandes beobachten und gegebenenfalls gerichtlich dagegen vorgehen. Laut dem neuen DFB-Strafenkatalog wird das Abbrennen einer einzelnen Pyrofackel in der 3. Liga mit 350 Euro bestraft, die Strafe könnte für den KSC deshalb in die Zehntausende gehen. Ein ähnlicher Fall endete für den Verein Rot-Weiß Erfurt 2015 mit einer Strafe von 20.000 Euro.

Der KSC hat die Trennung von Fußballspiel und Abschiedsveranstaltung dem SWR gegenüber noch einmal unterstrichen. Und das Ordnungsamt Karlsruhe stellte am Donnerstag klar, dass das Pyro-Spektakel im Vorfeld angemeldet und von städtischer Seite genehmigt worden sei.

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