Ehrendoktorwürde für Alexander Gerst in Karlsruhe (Foto: SWR)

Seine Forschungskarriere begann in Karlsruhe KIT verleiht Alexander Gerst Ehrendoktorwürde

Der ESA-Astronaut Alexander Gerst hat die Ehrendoktorwürde des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) erhalten. KIT-Präsident Holger Hanselka würdigte ihn als idealen Botschafter der Wissenschaft.

Wenn "Astro-Alex" an seine ehemalige Universität nach Karlsruhe zurückkehrt, will ihn jeder sehen. Das 700 Plätze fassende Audimax war vollbesetzt, als Alexander Gerst die Ehrendoktorwürde des Karlsruher Instituts für Technologie erhielt. KIT-Präsident Holger Hanselka sagte in seiner Rede, Gerst verdiene die höchste Anerkennung.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

"Alexander Gerst ist ein idealer Botschafter für die Wissenschaft und ein Vorbild."

Holger Hanselka, Präsident der Karlsruher Instituts für Technologie

Gerst selbst sagte, die Würdigung sei eine große Ehre für ihn und er freue sich riesig darüber, wieder an seiner alten Universität zu sein. Er revanchierte sich mit einer KIT-Flagge, die er mit ins All genommen hatte.

Ehemaliger Student an der Karlsruher Universität Alexander Gerst erhält Ehrendoktorwürde des KIT

Alexander Gerst Ehrendoktorwürde KIT (Foto: SWR)
Astronaut Alexander Gerst (rechts) überreicht dem KIT-Präsidenten Holger Hanselka eine KIT-Fahne, die er mit ins All genommen hatte. Bild in Detailansicht öffnen
Gerst machte sein Diplom am Vorläufer des KIT, an der damaligen Universität Karlsruhe. Bild in Detailansicht öffnen
Er fühle sich geehrt und freue sich darüber, wieder in Karlsruhe zu sein, sagte Gerst bei der Ehrung. Bild in Detailansicht öffnen
Im Anschluss hielt Gerst einen Vortrag vor Studierenden. Bild in Detailansicht öffnen
Der größte Hörsaal des KIT war voll besetzt. Bild in Detailansicht öffnen

2003 machte Alexander Gerst am Vorläufer des KIT, der Universität Karlsruhe, sein Diplom in Geophysik. In seiner Abschlussarbeit befasste er sich mit dem Inneren der Erde. Sein Studium am Institut für Geophysik des heutigen KIT hat der Astronaut noch in guter Erinnerung:

"Karlsruhe war der Start meiner wissenschaftlichen Karriere und ich kehre immer wieder gerne hierher zurück."

Alexander Gerst

Sein damaliger Professor Friedemann Wenzel freut sich darüber, dass Gerst noch immer eine Verbindung zu Karlsruhe und ehemaligen Kommilitonen habe. Schon damals habe er geahnt, dass Gerst erfolgreich sein würde:

"Er wollte immer über die naturgegebenen Grenzen hinaus. [...] Wäre er 200 Jahre früher geboren, wäre er bestimmt ein Seefahrer geworden, der neue Kontinente entdeckt. Und so ähnlich ist es ja auch geworden, nur im All."

Friedemann Wenzel, Gersts betreuender Professor in Karlsruhe

Nach seiner Studienzeit in Karlsruhe promovierte er in Hamburg und machte parallel dazu die Ausbildung zum Astronauten. Bei seiner vergangenen Reise ins All schickte Astro-Alex Grüße von der ISS an seine ehemalige Universität:

Der gebürtige Baden-Württemberger aus Künzelsau hat 2014 und 2018 auf der internationalen Raumstation ISS geforscht. Gerst hat bislang insgesamt über 360 Tage im Weltall gelebt und ließ über die sozialen Netzwerke die ganze Welt an seinen Forschungen und Erlebnissen teilhaben.

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