vom Borkenkaefer geschaedigte Fichten (Foto: SWR)

Jetzt auch im Nationalpark Schwarzwald Verschärfte Bekämpfung von Borkenkäfern

Die massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers macht im Nationalpark eine verschärfte Bekämpfung notwendig. Das Käferholz muss nun auch in den Entwicklungszonen des Parks eingeschlagen werden.

Normalerweise hat der Nationalpark einen 500 Meter breiten Pufferstreifen. Dort wird eine Bekämpfung des Borkenkäfers regelmäßig und akribisch vorgenommen, damit die Käfer nicht aus dem Nationalpark heraus auf benachbarte Wirtschaftswälder übergreifen.

Zusätzliche Maßnahmen nach Massenvermehrung nötig

In diesem Jahr reicht die Bekämpfung in den Pufferstreifen nicht mehr aus. Das hat eine Begehung von Experten ergeben, darunter Vertreter der forstlichen Versuch- und Forschungsanstalt in Freiburg, verschiedener Ministerien und des Nationalparks. Die Experten kam zu dem Schluß, dass nun auch in einem Stück der sogenannten Entwicklungszone bekämpft werden muss, das heißt, auch dort werden vom Borkenkäfer befallene Bäume gefällt, um den angrenzenden Pufferstreifen zu entlasten.

Bekämpfung der zweiten Käfergeneration geplant

Vor zwei Jahren war schon einmal eine ähnliche, aber deutliche kleinere Maßnahme nötig gewesen. Die Experten wollen damit die Leistungsfähigkeit der sogenannten Pufferzone erhalten. Das genaue Bekämpfungsgebiet soll bei einer weiteren Begehung Anfang September festgelegt werden. Dann wird der Flug der zweiten Borkenkäfergeneration erwartet.

Nachwachsende Fichten zwischen geschädtigten Altbäumen. (Foto: Pressestelle, Forstliche Versuchs-und Forschungsanstalt Baden Württemberg)
Nachwachsende neue Fichten im vom Borkenkäfter geschädtigen Wald. Pressestelle Forstliche Versuchs-und Forschungsanstalt Baden Württemberg

Schönmünzachtal betroffen

Das Problemgebiet liegt am Eingang des Schönmünzachtals. Die Maßnahme soll solange fort gesetzt werden, bis die Käferplage nachgelassen hat, teilt die Freiburger Versuchsanstalt mit.

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