Polizeiabsperrung in der Pforzheimer Innenstadt (Foto: SWR, Peter Lauber)

Großeinsatz nach anonymer E-Mail Entwarnung nach Bombendrohung in Pforzheim

Großaufgebot der Polizei in der Pforzheimer Innenstadt: Am Mittwochmorgen war eine Bombendrohung im Neuen Rathaus eingegangen. Und nicht nur in Pforzheim.

Passanten, Geschäftsleute, Rathausmitarbeiter und Einsatzkräfte – alle atmen auf in Pforzheim. Nach der Bombendrohung im Neuen Rathaus hat die Polizei inzwischen Entwarnung gegeben. Bei umfangreichen Durchsuchungen sei kein Sprengstoff gefunden worden, so die Polizei. Die weiträumigen Sperrungen in der Innenstadt wurden wieder aufgehoben.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die Polizei hatte am Vormittag alle drei Pforzheimer Rathäuser in der Innenstadt vorsorglich geräumt. Auch die Tiefgaragen rund um den Pforzheimer Marktplatz, große Teile der Fußgängerzone in einem Radius von 300 Metern und Geschäfte wurden aus Sicherheitsgründen evakuiert.

Anonyme E-Mail an Stadtverwaltung

Grund war eine anonyme E-Mail, die in der Poststelle der Stadtverwaltung einging. Darin wurde mit der Zündung einer TNT-Bombe gedroht. Ein verdächtiger Rucksack, der an der Rathauspforte ablegt war, enthielt nur Kleider und steht wohl nicht im Zusammenhang mit der Bombendrohung.

Feuerwehrautos sind in Pforzheim vor Ort (Foto: SWR, Peter Lauber)
Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Polizei waren vor Ort. Peter Lauber

Drohungen in mehreren Städten

Auch in Erfurt und Zwickau hatte es am Vormittag Bombendrohungen gegeben. In der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt war die Drohung am Vormittag per E-Mail eingegangen, die Sperrung des Rathauses wurde wenige Stunden später wieder aufgehoben.

"Wir konnten keinen verdächtigen Gegenstand feststellen", sagte auch ein Polizeisprecher im sächsischen Zwickau. Die Rathaus-Mitarbeiter konnten am Mittag das Gebäude wieder betreten. Dort war die Drohung gegen 10.45 Uhr eingegangen. Das Gebäude wurde geräumt. Angaben zu möglichen Zusammenhängen konnten die Behörden zunächst noch nicht machen - dies werde aber geprüft.

Erst am Dienstag war im saarländischen Saarlouis eine Bombendrohung im Rathaus eingegangen. In einer E-Mail sei geschrieben worden, dass sich in dem Gebäude ein Rucksack mit Sprengstoff befinde, hieß es von der Polizei. Das Rathaus wurde geräumt, die Polizei fand aber keine Bombe und bewertete die Drohung im weiteren Verlauf als "nicht ernstzunehmend".

Bundesweites Aufsehen hatten bereits Drohungen erregt, in deren Folge am 26. März in mehreren Städten Rathäuser, Verwaltungsgebäude und ein Kindergarten evakuiert worden waren. Betroffen waren seinerzeit Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein. Einrichtungen waren über mehrere Stunden lahmgelegt, gefunden wurde nichts. Auch bei anderen Städten waren damals Drohungen eingegangen, aber als nicht ernsthaft eingestuft worden.

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