Größtes innerstädtisches Bauvorhaben der Nachkriegszeit Stadt Pforzheim krempelt "Innenstadt-Ost" um

Die östliche Innenstadt in Pforzheim soll bis zum Jahr 2025 neu gestaltet werden. Nach dem Grundsatzbeschluss am Dienstagabend im Gemeinderat hat das Rathaus jetzt die sogenannte Angebotsphase eingeleitet.

Dauer

Es ist Pforzheims größtes Bauvorhaben der Nachkriegszeit. Der niederländische, international tätige Investor Ten Brinke wurde aufgefordert, zügig ein detailliertes Angebot vorzulegen. 100 Millionen Euro will er in die Aufwertung des Areals zwischen dem Hauptbahnhof und der Enz stecken. Der gesamte Bereich zwischen Schlossberg, östlicher Fußgängerzone und Rathaus-Parkplatz soll ein neues Gesicht bekommen. Mehrere Nachkriegsbauten - darunter das sanierungsbedürftige Technische Rathaus - sollen weichen.

Für mehr Flair und Atmosphäre

Entstehen soll ein Ensemble aus Wohnen, Einkaufen, Kitas, Gastronomie und Kultur. Der Schlossberg mit der Schlosskirche soll mit der Fußgängerzone zu einer Einheit verschmelzen. Das Ziel ist, mehr Flair, Atmosphäre und Leben in die Innenstadt zu bringen. Das habe Auswirkungen auf die Entwicklung der ganzen Stadt, argumentieren die Befürworter.

Kritiker wollen Bürgerentscheid initiieren

Die Kritiker des Projekts innerhalb und außerhalb des Gemeinderates argumentieren, dass der Stadt damit zu hohe finanzielle Risiken entstehen. Sie wollen das denkmalgeschützte Technische Rathaus erhalten und auch die Auffahrt zum Schlossberg. Sie ist ihrer Meinung nach eine "unverzichtbare Verkehrsachse". Die Planungen sehen dagegen am Schlossberg ein Wohnviertel mit viel Grün vor. Den Antrag zweier Fraktionen, einen Bürgerentscheid durchzuführen, hatte der Gemeinderat abgelehnt.

Nach der Abstimmung haben die Gegner nun die Möglichkeit, selbst einen Bürgerentscheid auf den Weg zu bringen - was sie bereits angekündigt haben.

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