Gang im Kapselhotel (Foto: picture-alliance / Reportdienste, SWR, picture alliance / Cortesía/NOTIMEX/dpa)

Futuristischer Schlaf Deutschlandweit erstes Kapselhotel in Karlsruhe

Seit Mai bietet das Hotel seinen Gästen ein etwas anderes Übernachtungserlebnis. In den raumschiffähnlichen Kapseln fühlt sich der Hotelbesucher fast wie ein Astronaut.

Auf der ganzen Welt gibt es die modernen Schlaf-Gehäuse inzwischen. Island, Mexiko, Malaysia oder Australien. Ursprünglich kommen sie aus Japan. Aus Platzmangel und der schwierigen Suche nach einer billigen Unterkunft, entstand die Idee zum allerersten Kapselhotel 1979 in Osaka. Genau 40 Jahre später sind die raumschiffähnlichen Schlafgehäuse auch in Deutschland gelandet.

Zimmer im Kapselhotel (Foto: SWR)
Zimmer im Kapselhotel

Man kann sich die Kapseln wie kleine Container vorstellen. Nebeneinander aufgereiht und gestapelt. Höchstens zwei aufeinander. So groß wie der Innenraum eines kleinen Autos und auch genauso hoch. Der Hotelgast muss also in die Kapsel hineinkrabbeln. Ein Hotelzimmer, in dem man nur knien kann. Zum Öffnen braucht man eine Karte.

Menschen mit Platzangst sind hier fehl am Platz

In jeder der 16 Kapseln gibt es einen Fernseher, einen Safe und einen Spiegel. Die Lüftung kann jeder Gast selbst steuern. Fenster gibt es keine. Die einzige Öffnung ist der Eingang. Eng, aber gemütlich. Und ausgestattet mit allem technischen Schnickschack. Klaustrophobisch veranlagte Gäste könnte das Zimmer aber auch an einen Sarg erinnern. Wer sein Zimmer verlässt, kann mit anderen Gästen an großen Tischen essen und sich unterhalten. Eine Mischung aus 3-Sterne Hotel und Hostel.

"Wir haben vor, in jeder Großstadt ein Hotel zu eröffnen."

Gal Aharon Gardos, Besitzer des Kapselhotels Karlsruhe

Die Kapseln sind auch für Dauermieter gedacht. Zukünftig soll es auch Zimmer für zwei Personen geben. Die winzigen Räume sind zwar gewöhnungsbedürftig, aber vielleicht könnten die futuristischen Kapseln ja die Lösung für den Wohnraum-Mangel in den großen Städten sein.

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