Wertstoff läuft über Bänder durch die Anlage  (Foto: SWR)

Feierlich eingeweiht Europas modernste Wertstoffsortieranlage in Ölbronn-Dürrn

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Das Entsorgungsunternehmen Suez hat in Ölbronn-Dürrn Europas modernste Sortieranlage feierlich eingeweiht. Die 30 Millionen Euro teure Anlage kann jährlich 100.000 Tonnen Verpackungsmüll sortieren.

Pro Tag ist das der Inhalt von 200.000 gelben Säcken. 21 hochmoderne Infrarot-Trenner sorgen dafür, dass Kunststoffarten zu 98 Prozent sortenrein getrennt werden können. Sortiert wird in der neuen Anlage im Enzkreis in 14 unterschiedlichen Wertstoff-Fraktionen - darunter neun verschiedene Kunststoff-Fraktionen. Das sortenreine Sortiergut lässt sich anschließend recyceln.

"Durch die effiziente Sortierung leisten wir einen entscheidenden Beitrag für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft."

Jochen Zickwolf, Geschäftsführer der SUEZ Recycling Süd GmbH

Industrie 4.0 hält Einzug in die Sortierung

Die Anlage verfügt über 21 kamerabasierte Nahinfrarot-Trenner zur automatisierten Wertstoffsortierung und eine vollautomatisierte Verwiegung und Verpressung der sortierten Wertstoffe.

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Geräusch- und geruchsarme Lagerung im Tiefbunker 

Nach Angaben des Unternehmens europaweit einmalig für eine Sortieranlage ist die Materialanlieferung in einen 9.000 Kubikmeter großen, acht Meter tiefen Bunker. Die Zwischenlagerung im Tiefbunker ist besonders geräusch- und geruchsarm, brandsicher und sorgt für eine höhere Arbeitssicherheit durch eine klare Trennung zwischen Anlieferverkehr, Inputmanagement und Anlagenbeschickung.

Von hier aus werden im Schnitt täglich 200.000 gelbe Säcke über einen energiesparenden Elektrobagger zu den mehr als 200 Förderbändern in der Sortierhalle befördert.

Zur offiziellen Einweihungsfeier kamen neben dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller (Grüne), der Landrat des Enzkreises Bastian Rosenau sowie Bürgermeister Norbert Holme (FDP) aus Ölbronn-Dürrn.

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