Baustelle des Hotels Europäischer Hof in Baden-Baden (Foto: SWR)

"Europäischer Hof" in Baden-Baden Immobiliengesellschaft beantragt Insolvenz

Die Bauarbeiten am "Europäischen Hof" in Baden-Baden ruhen. Die zuständige Immobiliengesellschaft hat jetzt sogar Insolvenzantrag gestellt. Ihre Finanzmittel seien erschöpft.

Das "Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung" ist ein besonderes Sanierungsverfahren, bei dem der Geschäftsführer der Immobiliengesellschaft Europäischer Hof ab sofort von einem Sanierungsexperten der bundesweit agierenden Kanzlei Wellensiek unterstützt und beraten wird. Der bisherige Schweizer Geschäftsführer und Bauherr Martin Buchli bleibt damit weiter im Amt. Ziel ist es, so die Chancen auf eine erfolgreiche Sanierung zu erhöhen.

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Neue Investoren gesucht

Ziel ist es, möglichst schnell einen neuen Investor zu finden, der den Weiterbau der Luxus-Hotelimmobilie in Baden-Baden zu Ende führt. Die Finanzmittel des Schweizer Investors sind nach eigenen Angaben in Folge der gestiegenen Baukosten erschöpft. Bereits im Januar hatte er angekündigt, dass die Kosten von rund 40 Millionen auf rund 100 Millionen Euro steigen würden.

Ursprünglich war geplant, den seit viereinhalb Jahren laufenden Umbau des "Europäischen Hofs" in ein Luxus-Hotel Ende 2020 abzuschließen.

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Hotel wurde 2014 mit sofortiger Wirkung geschlossen

Seit Dezember 2014 ist das Traditionshotel geschlossen. Damals untersagte die Stadt Baden-Baden von heute auf morgen den Weiterbetrieb und alle Gäste mussten ihre Zimmer verlassen. Der Grund waren gravierende Mängel beim Brandschutz des Gebäudes. Betroffen waren auch Gäste der ZDF-Sendung "Sportler des Jahres", die im "Europäischen Hof" Zimmer hatten.

Anschließend sollte das Hotel aus dem Jahr 1840 nach den Vorschriften des Denkmalschutzes generalsaniert werden. Die Zimmer sollten deutlich vergrößert werden und es sind mehr Suiten geplant, genau wie ein neuer Wellnessbereich und eine Dachterrasse.

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