Barbara Leichsenring von einem "Fairteiler"-Schrank in Eggenstein (Foto: Privat)

Initiative in Eggenstein-Leopoldshafen "Foodsaver" gegen Verschwendung

"Containern" ist illegal - aber es gibt auch legale Wege, Lebensmittel zu retten. Die "Foodsaver" kooperieren mit Betrieben und verteilen Lebensmittel über eigene "Fairteilerschränke".

Kies knirscht unter den Schuhen von Barbara Leichsenring, während sie die getauschten Lebensmittel, reife Bananen und einen leuchtend orangen Kürbis, zum "Fairteilerschrank" auf dem Grundstück ihrer Eltern in Eggenstein trägt:

"Mir war es schon immer ein Dorn im Auge, wie Leute mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum umgehen, oder mit Obst, das eine Delle hat und nicht mehr so schön ist."

Barbara Leichsenring, Food-Saverin

Nicht verkaufte, weggeschmissene Lebensmittel finden durch die Verteilerschränke Abnehmer: Seit zwei Wochen steht der erste im Landkreis Karlsruhe auf dem Grundstück von Barbara Leichsenrings Eltern.

Ein Vertrag mit den beteiligten Firmen sorgt dafür, dass diese nicht für die Produkte haften müssen, die sie abgeben. Das Risiko übernehmen die ehrenamtlichen "Foodsaver", sie holen die Lebensmittel ab, putzen sie und verteilen sie dann in die Schränke.

Dauer

In Ubstadt soll bald der nächste Verteilerschrank stehen. Ein Platz ist schon gefunden, nur der Schrank selbst muss noch her. Untergrombach, Bruchsal und Karlsdorf-Neuthardt sind in Planung.

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