Zapfsäule mit herausgenommenem Zapfhahn, Benzinpreise (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Drohnenangriff auf Ölförderung wirkt auch in der Region Wie entwickeln sich Sprit- und Heizölpreise?

Die Drohnen-Angriffe auf saudi-arabische Ölförderanlagen wirken sich auch auf Heizöl- und Benzinpreise in der Region aus. Heizöl wird teurer, die Benzinpreise schwanken.

Die aktuelle Krise im Nahen Osten hat am Montag- und auch am Dienstagmorgen zu gestiegenen Preisen an Tankstellen im Raum Karlsruhe/Pforzheim/Baden-Baden geführt. Allerdings sanken sie dann im Tagesverlauf auch wieder. Das Bild ist uneinheitlich. Im Laufe der Woche wird sich wohl zeigen, ob der Trend tatsächlich nach oben geht.

Heizölpreis deutlich gestiegen

Eindeutiger ist das Bild dagegen beim Heizöl: der Preis für 100 Liter Heizöl hat sich von 69 Euro am Freitag auf aktuell 75 - 80 Euro im Raum Karlsruhe/Pforzheim/Baden-Baden verteuert. Für den Verband für Energiehandel Südwest in Mannheim sind das "typische Reaktionen der Märkte auf politische Konflikte" in der Welt. Sollte also diese Krise in Saudi-Arabien länger anhalten, könnte das den Rohölpreis weiter anheizen.

Keine Versorgungsengpässe erwartet

Ein Engpass bei der Versorgung mit Öl und Benzin ist laut Mineralöl-Wirtschaftsverband in Berlin derzeit nicht zu erwarten, denn die Lager seien voll und die Märkte hierzulande gut versorgt. Zudem komme lediglich ein Prozent der Gesamt-Rohöl-Fördermenge aus Saudi-Arabien nach Deutschland. Der größte Teil stammt aus Russland oder der Nordsee.

Und auch die Mineralöl-Raffiniere in Karlsruhe (MiRO) hat auf Anfrage ausdrücklich bestätigt, dass es keine Versorgungsengpässe gibt, weil man sehr breit aufgestellt sei.

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