Gegendemonstration in Pforzheim (Foto: SWR)

"Die Rechte" - Versammlung und Gegendemonstrationen Demonstrationen in Pforzheim verlaufen weitgehend friedlich

Die Versammlung der Partei "Die Rechte" in Pforzheim und verschiedene Gegendemonstrationen verliefen am Samstag weitgehend friedlich. Über 1.000 Polizisten sorgten für Sicherheit.

Zeitgleich zogen die Demonstrationen am Samstagnachmittag durch Pforzheim, getrennt durch Absperrgitter und eine große Zahl von Polizisten. Die östliche Innenstadt, in der die Rechtsextremen aufmarschierten, war schon am frühen Morgen weiträumig für den Verkehr gesperrt worden.

Weniger Rechtsextreme als erwartet

Zu der Versammlung der Partei "Die Rechte" unter dem Motto "Festung Europa - für den Erhalt unserer Kulturen" kamen nur rund 80 Teilnehmer, deutlich weniger als erwartet. Die Veranstalter hatten mit 200 gerechnet.

SWR-Reporter Günter Precechtel hat die Demonstrationen beobachtet:

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Mehrere hundert Menschen bei Gegendemonstrationen

Zwei geplante Gegendemonstrationen führten durch die westliche und die östliche Innenstadt. An den Kundgebungen der "Initiative gegen Rechts" und des Deutschen Gewerkschaftsbunds beteiligten sich nach Angaben der Polizei mehr als 600 Menschen. Auf der Abschlusskundgebung des Bündnisses "Pforzheim Nazifrei", das von rund 60 Organisationen und hunderten von Bürgern unterstützt wurde, sprach unter anderem DGB-Landeschef Martin Kunzmann.

Etwa 20 Linksautonome versuchten laut Polizei Absperrungen zu durchbrechen. Die Einsatzkräfte setzten Pfefferspray ein. Von diesem Zwischenfall abgesehen sind die Demonstrationen friedlich verlaufen.

Dauer

Die Stadt Pforzheim hatte im Vorfeld der Kundgebungen die Route der Partei "Die Rechte" per Auflage erheblich verkürzt und in die östliche Innenstadt verlagert, damit auf dem Marktplatz das geplante Kinderfest ohne Störungen stattfinden konnte.

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