Demonstration in Karlsruhe für Flüchtlingsrechte (Foto: SWR)

"Stoppt das Sterben im Mittelmeer" Demonstration für Flüchtlingsrechte in Karlsruhe

Rund 2.000 Menschen haben am Samstag in Karlsruhe gegen nationalistische und rassistische Hetze und für Flüchtlingsrechte demonstriert. Nach Angaben der Polizei verlief der Protest friedlich.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Die Rednerinnen und Redner in Karsruhe forderten "gleiche Rechte und ein gutes Leben für alle". Sie appellierten "Stoppt das Sterben im Mittelmeer!" und warfen der Politik und den Behörden vor, den Zugang zum Recht auf Asyl und Migration in Europa "systematisch zu verhindern".

"Salonfähiger Rassismus"

Sean McGinley vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg sprach den Angaben der Organisatoren zufolge von einem "salonfähig gewordenen Rassismus", dem jedoch viele Solidaritätsbewegungen gegenüberstünden. Ein Problem seien Ausgrenzung und Hetze, sagte er.

Demonstranten in Karlsruhe für Flüchtlingsrechte (Foto: SWR)
Die Demonstranten forderten "gleiche Rechte und ein gutes Leben für alle"

Geflüchtete von United Refugees Rights Movement Karlsruhe und Refugees for Refugees Stuttgart verwiesen auf eine ausbeuterische Politik, die ihnen und den Menschen aus ihren Herkunftsländern kaum eine andere Wahl lasse als zu fliehen. Ziel des Protests seien die Landesregierung und ihre Verwaltungen, hieß es bereits im Demonstrationsaufruf.

Veranstalter fordern "Solidarity Cities"

Ziel des Protests seien die Landesregierung und ihre Verwaltungen, hieß es bereits im Demonstrationsaufruf. Das Regierungspräsidium Karlsruhe sei als zentrale Ausländer- und Abschiebebehörde von Baden-Württemberg "die unsichtbare Behörde hinter den sichtbaren Vollstreckern wie Ausländerbehörden und Polizei".

Die Veranstalter setzen sich für die Schaffung sogenannter Solidarity Cities in Baden-Württemberg ein. In diesen Städten sollen alle Einwohner, unabhängig von Herkunft, Aufenthalts- und sozialem Status, den gleichen Zugang zu öffentlichen Einrichtungen, zu Bildung, zu menschenwürdigem Wohnraum und zu medizinischer Versorgung haben.

Ähnliche Demonstrationen fanden am Samstag, nach Angaben der Veranstalter, auch in Berlin und Frankfurt statt.

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