Mehrere Schafe liegen tot auf einer Wiese (Foto: picture-alliance / dpa)

43 tote Schafe in Bad Wildbad Schäfer fordert mehr Unterstützung vom Land

Nach dem Tod von 43 Schafen in Bad Wildbad (Kreis Calw) fordert der Schäfer Konsequenzen von Seiten der Politik. Die Schäfer bräuchten mehr Geld - für mehr Personal und bessere Zäune.

Den nötigen Schutz der Herde könnten die Schäfer aus eigenen Mitteln nicht stemmen. Nur mit mehr Personal und besseren Zäunen könne man die Tiere vor dem Wolf schützen.

Doch noch immer ist nicht mit letzter Sicherheit geklärt, ob ein Wolf für den Angriff verantwortlich war. Das baden-württembergische Umweltministerium hat eine genetische Eilanalyse beantragt. Die Untersuchung dauere aller Voraussicht nach sieben Tage. Laut der zuständigen Forstlichen Versuchs-und Forschungsanstalt deutet aber alles auf einen Wolf hin. Dieser ist offenbar in einen sogenannten Blutrausch geraten. Dabei jagt der Wolf, so lange sich etwas bewegt, auch wenn sein Hunger gestillt ist.

Bei dem Angriff am Montag wurden 32 Tiere gerissen, andere sind in Panik in die Enz geflohen und dort ertrunken. Aufgrund ihrer schweren Verletzungen mussten auch einige Tiere notgeschlachtet werden. SWR Reporter Wolfgang Breuer berichtete:

Dauer

Nach Angaben des Landesschaftzuchtverbandes befand sich die Herde mit mehr als 150 Schafen in einem umzäunten Areal. Der Naturschutzbund NABU fordert eine schnelle Entschädigung für den Schäfer. Diese zahlt das Land, wenn der DNA-Test den Verdacht bestätigt.

Schafe auf einer Wiese (Foto: SWR)
Die Herde ist erst vor wenigen Tagen vom Stall auf die Weide gekommen

Der Bürgermeister von Bad Wildbad, Klaus Mack, zeigte sich betroffen und richtete sich an die baden-württembergische Landesregierung:

Wenn die Rückkehr des Wolfes dazu führt, dass [...] sich unsere Touristen im Wald künftig nicht mehr sicher fühlen, dann muss die Politik diesem Treiben Einhalt gebieten.

Klaus Mack (CDU), Bürgermeister Bad Wildbad

Nicht der erste Wolfsangriff in der Region

Im November vergangenen Jahres wurden in Bad Wildbad schon einmal drei Schafe gerissen. Kurze Zeit später bestätigte das Umweltministerium: es war ein Wolf. Das Tier stammte offenbar aus einem Rudel aus Niedersachsen.

Derselbe Wolf biss wenige Tage später wieder zu. In Simmersfeld, rund 20 Kilometer von Bad Wildbad entfernt, griff er Rotwild an. Auch bei Bad Rippoldsau-Schapbach im Landkreis Freudenstadt und in Forbach (Kreis Rastatt) gab es Angriffe auf Rotwild.

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