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Auch nach einer von der Polizei aufgelösten Kundgebung gegen Corona Maßnahmen vor dem Karlsruher Schloss kam es am Donnerstagnachmittag immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Kundgebungsteilnehmern.

Die vorläufige Bilanz der Polizei: Zwei leicht verletzte Polizisten, 41 Anzeigen und viele Platzverweise, weil sich Corona-Kritiker unerlaubterweise versammelten ohne Sicherheitsvorgaben zu beachten. Auch nachdem die Polizei die Kundgebung aufgelöst hatte, kehrten etwa 150 Demonstranten vor das Bundesverfassungsgericht zurück. Die Ansammlung wurde von der Polizei zerstreut.

Widerstand gegen die Polizei

Ebenso wie eine spontane Kundgebung vor dem Polizeirevier am Karlsruher Marktplatz. Dort hatten 40 Menschen gegen die Festnahme eines Demonstrationsteilnehmers protestiert. Während der Versammlung musste ein Teilnehmer wegen Mitführens einer Passivbewaffnung vorläufig festgenommen werden, meldet die Polizei. Vor allem nach der Demo auf dem Schlossplatz sei es immer wieder zu Widerstandshandlungen gegen Polizeibeamte gekommen.

Zahlreiche Platzverweise

Auch der Straßenbahnverkehr in der Karlsruher Innenstadt war betroffen. Wegen Polizeimaßnahmen gegen Demonstranten vor dem Revier am Marktplatz waren zeitweise die Gleise blockiert. Im weiteren Verlauf musste die Polizei nach eigenen Angaben gegen zahlreiche Personen vorgehen, weil auch den ausgesprochenen Platzverweisen keine Folge geleistet wurde.

Bundespolizei und Polizeipräsidium Karlsruhe waren letztlich mit rund 100 Beamten im Einsatz. Wegen der Situation vor Ort mussten Einheiten aus den umliegenden Polizeidienststellen zusammengezogen werden. An der Kundgebung der Corona-Kritiker hatten rund 500 Menschen teilgenommen. Rund 70 beteiligten sich an einer Gegendemonstration.

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