STAND

Schutzausrüstung und ausreichend Tests waren bisher in Krankenhäusern und Pflegeheimen Mangelware. Jetzt hat die Landesregierung Atemschutzmasken kaufen können. Ebenfalls soll es bald mehr Test-Kits für das Pflegepersonal geben, so Gesundheitsminister Lucha.

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) hatte auf der Regierungspressekonferenz am Dienstag verkündet, dass es dem Land gelungen sei, auf dem momentan sehr schwierigen internationalen Markt 30 Millionen Atemschutzmasken zu kaufen. Die erste Tranche sei bereits unterwegs. Deswegen erwarte er ab kommender Woche Entspannung in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, sagte er am Mittwoch dem SWR.

Bedarfsgerechte Verteilung per Schlüssel

Für eine bedarfsgerechte Verteilung "haben wir in Baden-Württemberg mit den 44 Stadt- und Landkreisen verabredet, dass wir das dezentral organisieren. Das heißt, dass dann auch die entsprechenden Einrichtungen in der Altenhilfe nach deren Bedarf bedacht werden", so Lucha. Laut Informationen vom Dienstag bekommen die Landkreise demnach 70 Prozent der Schutzausrüstung, die Universitätskliniken 15 Prozent, zehn Prozent gingen ans Innenministerium für Polizei und sonstige Einsatzkräfte und fünf Prozent an die Justizbeamten und -Angestellten für ihren Schutz. Außerdem verteilen die Krankenkassen zusätzlich ihre Mittel.

Systematisches Testen des Pflegepersonals soll erhöht werden

Neben der Beschaffung von Schutzkleidung sei das systematische Testen auf das Coronavirus momentan das Wichtigste, sagte Lucha. Auch das Personal solle jetzt durchweg getestet werden. Ab wann das möglich ist, dazu konnte der Minister aber kein genaues Datum nennen. Es fehle zurzeit noch immer an Test-Kits oder einzelnen Ingredienzien für die Tests. Auch hier sei die neu eingerichtete "Task Force Beschaffung" der Landesregierung im Sozialministerium fast rund um die Uhr dabei, Materialien zu beschaffen.

Zum anderen seien der Zeitpunkt und die Umstände eines Tests entscheidend für dessen Aussagekraft. Wenn man keine Symptome hat und der Test negativ ausfällt, hieße das ja nicht unbedingt, dass man das Virus nicht hat. Generell habe man aber die Test-Kapazitäten im März mehr als verdoppelt.

Mehr zum Thema:

Das Coronavirus und die Folgen für das Land Live-Blog zum Coronavirus in BW: Nachweislich 67 neue Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag

Das Coronavirus bestimmt den Alltag der Menschen im Land. Im Live-Blog fassen wir die neuesten Entwicklungen rund um die Pandemie und die Lockerungen zusammen.  mehr...

Vier Pflegekräfte und vier Bewohner infiziert Coronavirus: Pflegekraft aus Ehingen war auf einer Feier

In einem Ehinger Pflegeheim sind vier Pflegekräfte sowie vier Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Pflegekraft war zuvor laut Landratsamt verbotenerweise auf einer privaten Feier.  mehr...

Schutzverordnung der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus Corona-Maßnahmen: Kretschmann bittet die Bürger weiterhin um Geduld

Die baden-württembergische Landesregierung wird die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht verschärfen, etwa hinsichtlich einer Ausgangssperre wie in anderen Bundesländern. Allerdings sei es jetzt aber auch noch der falsche Zeitpunkt, um über Lockerungen zu sprechen.  mehr...

Mundschutz selbst nähen

Medizin Coronapandemie - Mundschutz selber nähen für alle?

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes wird jetzt offiziell im Nahverkehr und in Geschäften empfohlen. Kann damit eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden?  mehr...

Alltagsmasken sollen helfen, SARS-CoV-2 einzudämmen Pflicht in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Was Sie über Masken wissen sollten

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz führen die Maskenpflicht im Nahverkehr und beim Einkaufen zum 27. April ein: Fakten, Nähanleitungen, sowie Tipps zum Tragen und Reinigen.  mehr...

Marktcheck SWR Fernsehen

STAND
AUTOR/IN