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Anfang des kommenden Jahres könnten zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus verfügbar sein. In Baden-Württemberg soll die Impfung der Bevölkerung in mehreren Phasen ablaufen.

Das Land Baden-Württemberg bereitet sich auf die Impfung der Bevölkerung gegen das Coronavirus vor. In jedem der vier Regierungsbezirke - Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen und Freiburg - sollen zunächst ein bis zwei Impfzentren eingerichtet werden, in denen am Tag ca. 1.500 Impfungen durchgeführt werden können. Das teilte die Lenkungsgruppe "Sars-Cov-2" der Landesregierung am Donnerstag in einer Mitteilung mit.

In einem zweiten Schritt soll es demnach Impfzentren in allen 35 Landkreisen geben. Das Land hat sich bereits bei den Stadt- und Landkreisen nach geeigneten Standorten erkundigt. Im Gespräch sind zum Beispiel die Messegelände in Ulm und Karlsruhe. Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, soll die Impfung auch regulär in den Arztpraxen möglich sein.

Mobile Impfteams kommen in Pflegeheime

Um die Menschen vor Ort impfen zu können, wird es der Strategie des Landes zufolge mobile Impfteams geben - beispielsweise für Pflegeheime. Ein Teil der Menschen aus Risikogruppen sei auf ein solches mobiles Angebot angewiesen, hieß es in der Mitteilung. Für die Impfung von Klinik-Personal soll es ein gesondertes Konzept geben.

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Risikogruppen und medizinisches Personal zuerst

Weil am Anfang voraussichtlich zunächst nur eine begrenzte Zahl an Impfdosen verfügbar sein wird, wird die Impfung der Bevölkerung in verschiedenen Phasen erfolgen. Vulnerable Bevölkerungsgruppen, also Risikogruppen wie Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen, sowie Mitarbeiter der Gesundheitsversorgung sollen bevorzugt werden. Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) unterstützt außerdem die Empfehlungen des Ethikrats. Demnach sollen auch Mitarbeiter von Gesundheitsämtern, Polizisten, Feuerwehrleute, Lehrer und Erzieher bevorzugt geimpft werden.

Wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, will die Landesregierung ein breites Impfangebot an die Bevölkerung machen können. Ein Impfzwang bestehe nicht. Die Impfstrategie muss noch abschließend vom Ministerrat beschlossen werden. Zuletzt hatte die Pharma-Firma Biontech aus Mainz große Erfolge bei der Entwicklung eines Impfstoffs vermeldet. Auch der Hersteller Curevac aus Tübingen hat einen aussichtsreichen Impfstoffkandidaten entwickelt, der sich momentan noch in einer frühen Phase der klinischen Prüfungen befindet.

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