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Der Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg, Roman Zitzelsberger, hat der Automobil- und Metallbranche vorgeworfen, die Corona-Pandemie für Lohndumping zu missbrauchen. Er kritisierte im SWR, dass es zum Beispiel beim Autobauer Daimler Extra-Schichten am Wochenende gebe, um die erhöhte Nachfrage aus China zu bedienen - gleichzeitig dauerten die Sparmaßnahmen in der Corona-Krise an. Die Beschäftigten hätten den Eindruck, dass die Arbeitgeber offensichtlich versuchten, ihnen in die Tasche zu greifen. Das mache ihn fuchsteufelswild, sagte Zitzelsberger. Er drohte erneut mit Warnstreiks während der kommenden Tarifverhandlungen; die dritte Gesprächsrunde startet am 25. Februar. Die IG Metall fordert für die Beschäftigten unter anderem vier Prozent mehr Geld, der Arbeitgeber Südwestmetall lehnt das bisher ab.

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