Fast 30 Grad Celsius zeigt ein Thermometer an. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Matthias Bein)

Regen bleibt meistens aus

38 Grad am Wochenende in BW: So kann die Wohnung vor der Hitze abgekühlt werden

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Ungewöhnlich heißes Wetter erwartet der Deutsche Wetterdienst am Wochenende im Land. Damit es in der Wohnung aushaltbar bleibt, sollten Bewohner die kommenden Nächte gut lüften. Es gibt noch weitere Tipps.

Wolkenfreier Himmel und enorme Hitze: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet für das Wochenende in Baden-Württemberg außergewöhnlich hohe Temperaturen. Am Oberrhein werden für Samstag teilweise bis zu 38 Grad vorhergesagt. Außerdem rechnet der DWD am Wochenende mit der ersten "Tropennacht" in diesem Jahr. In Freiburg soll die Tiefsttemperatur nicht unter 24 Grad fallen.

So wird das Wetter in Baden-Württemberg in den kommenden Tagen

"Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden in Baden-Württemberg Mitte Juni keine 38 Grad gemessen", sagte ein Sprecher des DWD am Mittwoch. Nachdem es am Donnerstag im Süden zu vereinzelten Gewittern kommen kann, soll das Wochenende trocken bleiben.

Ab Samstag soll es in ganz Baden-Württemberg verbreitet über 30 Grad warm werden. Durch die Hitze steigt auch die Waldbrandgefahr am Wochenende deutlich. Am Sonntag soll die Luft schwüler werden. Dadurch steigt die Gewittergefahr im Land. Anfang kommender Woche rechnet der DWD deshalb mit schweren Gewittern und leicht niedrigeren Temperaturen.

Bei der brütenden Hitze am Wochenende tut eine Erfrischung gut. Wir haben schöne Orte zum Abkühlen in Baden-Württemberg ausgesucht:

Die Dreisam in Freiburg an einem heißen Sommertag. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance  dpa  Patrick Seeger)
Für alle Freiburgerinnen und Freiburger ist das selbstverständlich: Die Dreisam bietet aufgrund ihres niedrigen Wasserspiegels im Sommer immer die Möglichkeit einer Abkühlung, da man sich entspannt in den Fluss legen kann. picture alliance dpa Patrick Seeger Bild in Detailansicht öffnen
Hoch hinaus können die Besucherinnen und Besucher des Baumwipfelpfades und der Hängebrücke in Bad Wildbad (Kreis Calw). Zwar gibt es hier oben kaum Schatten, doch sorgt der umliegende Schwarzwald für eine kühle Brise. picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Kuhnle Bild in Detailansicht öffnen
Und natürlich dürfen auch die vielen Badeseen im Land nicht fehlen. Denn wie hier am Epplesee bei Rheinstetten (Kreis Karlsruhe) braucht es nur ein paar Schritte ins kühle Nass. picture alliance/dpa | Christoph Schmidt Bild in Detailansicht öffnen
Auch wenn es auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich scheint: Im Ulmer Münster kann man inmitten der aufgeheizten Stadt Zuflucht vor der Hitze suchen. Das gilt natürlich auch für fast alle anderen Kirchen in Baden-Württemberg. Felix Budde Bild in Detailansicht öffnen
Im Biosphärengebiet Schwäbische Alb kann man auf der Lauter bei Münsingen (Kreis Reutlingen) Kanu fahren. Das geht natürlich auch auf vielen anderen Flüssen im Land, wie beispielsweise der Schussen oder der Argen in Oberschwaben, dem Bodenseekreis und im Allgäu. Das Praktische dabei: Wenn es zu warm wird, muss man nur kurz die Füße ins Wasser halten. Thomas Warnack Bild in Detailansicht öffnen
Das geht natürlich nur hoch zu Ross: Reiterinnen und Reiter sind bei Riedlingen (Biberach) auch gerne mal in der Donau unterwegs. picture alliance/Thomas Warnack/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Bei großer Hitze kühlen sich gerade Kinder und Jugendliche gerne in städtischen Brunnen ab, so wie hier vor dem Karlsruher Schloss. Doch natürlich finden diese sich auch in anderen Städten, wie beispielsweise auf dem Schlossplatz in Stuttgart. picture-alliance / dpa | Uli_Deck Bild in Detailansicht öffnen
Auch auf die Burg Hohenzollern (Zollernalbkreis) lohnt sich bei der Hitze ein Ausflug. Schließlich speichern die alten Gemäuer immer eine gewisse Kühle und dank der Bäume gibt es auch genügend Schatten. picture alliance/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Zugegeben: Für den Wasserskipark in Pfullendorf (Kreis Sigmaringen) muss man ein bisschen sportlich sein. Der Vorteil, wenn es an Sportlichkeit fehlt: Man landet ganz sanft im kühlen Nass des ehemaligen Baggersees. picture alliance / dpa | Felix Kästle Bild in Detailansicht öffnen
Die Höhlen auf der Schwäbischen Alb können zwar teilweise etwas stickig sein, doch meist ist es dort recht angenehm. Unser Bild zeigt die "Hohle Fels" bei Schelklingen (Alb-Donau-Kreis). picture alliance / Stefan Puchner/dpa | Stefan Puchner Bild in Detailansicht öffnen
Auch wenn das wahrlich kein Geheimtipp ist, darf natürlich auch der Bodensee nicht fehlen. Aktuell hat er angenehme 21,6 Grad Celsius - perfekt zum Baden. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Kneippanlagen sind kleine Geheimtipps, an denen man sich kurz abkühlen kann. Das Waten durchs kalte Wasser gilt zudem als sehr gesund. Im Land gibt es zahlreiche Anlagen, wie hier in Leutkirch (Kreis Ravensburg), aber auch in Mannheim im Käfertaler Wald oder am Brenzursprung in Königsbonn (Kreis Heidenheim). Bild in Detailansicht öffnen
Ob auf dem Feldberg oder dem Herzogenhorn, von dem das Bild aus aufgenommen wurde: Die höchsten Gipfel des Schwarzwaldes lohnen sich zur Abkühlung immer. picture alliance / Zoonar | Jürgen Wiesler Bild in Detailansicht öffnen

Lüften hilft nur noch die kommenden beiden Nächte

Wer seine Wohnung noch einmal richtig runterkühlen möchte, sollte das in den kommenden beiden Nächten tun. Kurz nach Sonnenaufgang ist es am kühlsten, erklärt Thomas Schuster, Meteorologe in Stuttgart vom Deutschen Wetterdienst. Auf die Nacht zum Donnerstag könnte es dann 18 Grad am Rhein und 12 Grad im Niederungen geben. Die Nacht zum Freitag wird noch kühler - Meteorologe Schuster rechnet mit 15 bis 10 Grad. Danach wird es richtig warm.

Damit die Wohnung kühl bleibt, sollten Bewohnerinnen und Bewohner deshalb das Fenster wieder rechtzeitig schließen und tagsüber die Rollläden herunterfahren.

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Feuchte Handtücher als Klimaanlage?

Auch feuchte Handtücher oder Bettlaken können helfen, den Raum zumindest ein wenig abzukühlen. In Kombination mit einem Ventilator verdunstet das Wasser - es entsteht Verdunstungskälte. Ins Fenster können Hitze-Geplagte ein nasses Bettlaken oder Badetuch hängen. Ohne einen leichten Luftzug oder einen Ventilator bringt das nasse Handtuch aber nur wenig.

Elektrische Geräte ausschalten

Wer seine Wohnung nicht weiter aufheizen will, sollte elektrische Geräte im Stand-by-Modus besser ausschalten. Aufladen sollte man sie eher abends. Denn auch da strahlt Wärme ab. Auch der Backofen und der Herd sollte nicht überstrapaziert werden oder gar ganz aus bleiben.

Stecker vor einer Steckdose. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Jens Niering | Jens Niering)
Wer seine Wohnung nicht noch weiter aufheizen will, sollte elektrische Geräte ausschalten oder ausstecken. Die geben nämlich eine Menge Wärme ab. picture alliance / Jens Niering | Jens Niering

So kühlen Sie sich selbst ab

Wenn das alles nichts hilft und die Wohnung trotzdem zu warm ist, hilft nur eins: sich selbst abkühlen. Dafür haben wir einige Tipps zusammengestellt.

RLP

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