Lange Staus haben sich beim Rückreiseverkehr auf der Autobahn A8 Salzburg-München am Samstagmittag gebildet. In Baden Württemberg und Bayern gehen die Ferien in Kürze zu Ende. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Ursula Düren)

Kurzurlauber unterwegs

Christi Himmelfahrt: Zahlreiche Staus auf den Autobahnen A8 und A5 in Baden-Württemberg

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Am langen Vatertags-Wochenende wird mit zahlreichen Ausflüglern gerechnet. Der ADAC und das Innenministerium BW warnen vor weiteren Staus in den kommenden Tagen.

Den geselligen Vatertagsausflügen mit Bollerwagen und Bier an Christi Himmelfahrt stehen in diesem Jahr keine umfangreichen Corona-Beschränkungen mehr entgegen. Auch für Kurzurlauberinnen und -urlauber bietet sich das lange Wochenende mit Feiertag an - und ist nach dem Wegfall der meisten Corona-Maßnahmen umso attraktiver. Auf den Straßen dürfte es dadurch umso voller werden.

Am Donnerstag hat es sich bereits auf zahlreichen Autobahnen gestaut - zum Beispiel auf der A5 und der A8.

DEHOGA: BW ist besonders für Kurzurlaub interessant

Die Tourismusbranche blickt zuversichtlich auf die kommenden Feiertage. "Die Buchungen ziehen wieder an, das Bedürfnis nach Urlaub und Erholung ist groß", sagte Daniel Ohl, Pressesprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands Baden-Württemberg (DEHOGA). Entsprechend optimistisch sei die Stimmung in der Branche, so Ohl. Da Reisen ins Ausland in den Pandemiejahren 2020 und 2021 vielen zu riskant oder umständlich gewesen seien, hätten viele Deutsche Baden-Württemberg als Urlaubsland für sich entdeckt. "Wem es bei uns gefallen hat, kommt auch jetzt, wo Auslandsreisen wieder leichter möglich sind, wieder. Vielleicht nicht für den kompletten Sommerurlaub, aber sicher für ein paar Tage", so der DEHOGA-Sprecher.

ADAC rechnet mit Rückreisewelle am Sonntag

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) erwartet rund um das Brückentagswochenende zahlreiche Staus in Deutschland. "Die Straßen dürften deutlich voller sein als an den Christi-Himmelfahrts-Wochenenden der beiden Vorjahre", erklärte der Verkehrsclub. Grund: Corona schränke den überregionalen Reiseverkehr nicht mehr ein.

Nach Einschätzung des ADAC werde durch die Rückreisewelle am Sonntagnachmittag der Stau-Höhepunkt erreicht. Vor allem die Autobahnen in den Ballungsräumen seien staugefährdet. In Baden-Württemberg sind laut ADAC voraussichtlich vor allem die A5 und die A81 in Richtung Süden sowie die A6 und die A8 in Richtung Osten betroffen. Auch in Österreich und der Schweiz ist Christi Himmelfahrt ein Feiertag. Das könne bei schönem Wetter dort zu lebhaftem Ausflugsverkehr führen, erklärte der ADAC.

Auch das baden-württembergische Innenministerium warnt vor Staus am Himmelfahrtswochenende. Staugefährdete Strecken sind demnach folgende Abschnitte:

  • A5: Frankfurt - Karlsruhe - Basel, zwischen Kreuz Heidelberg und Baden-Baden
  • A6: Mannheim - Heilbronn - Nürnberg, zwischen Kreuz Walldorf und Bretzfeld
  • A7: Würzburg - Füssen/Reutte i.T., zwischen Aalen/Oberkochen und Kreuz Ulm/Elchingen
  • A8: Karlsruhe - Stuttgart - München, zwischen Dreieck Karlsruhe und Pforzheim- Süd sowie zwischen Aichelberg und Ulm-Ost
  • A81: Heilbronn - Stuttgart - Singen, zwischen Mundelsheim und Dreieck Leonberg, zwischen Kreuz Stuttgart und Herrenberg sowie im Bereich Kreuz Hegau
  • B31: Lindau - Friedrichshafen - Stockach

So bereitet die Bahn sich auf den Ansturm vor

Die Bahn will rund um den bundesweiten Himmelfahrtsfeiertag ihre Kapazitäten ausbauen, um einem möglichen Kundenandrang zu begegnen. Wie das Unternehmen mitteilte, setzt es im Fernverkehr rund um die langen Wochenenden an Christi Himmelfahrt, aber auch Pfingsten etwa 50 Sonderzüge ein. Diese sollen vor allem auf stark nachgefragten Verbindungen zum Einsatz kommen. Für Fahrgäste in Bussen und Bahnen gilt weiterhin die Maskenpflicht.

Was am Himmelfahrtstag gefeiert wird

Der Himmelfahrtstag wird von vielen in Deutschland auch als Vatertag, Herrentag oder Männertag bezeichnet. Es ist jedes Jahr der Donnerstag 39 Tage nach dem Ostersonntag. Pfingstmontag ist dann 50 Tage nach dem Ostersonntag. Himmelfahrt feiern Christen seit dem 4. Jahrhundert. Gläubigen geht es dabei um die "Aufhebung" Jesu in den Himmel. Im 16. Jahrhundert begann der Brauch von Prozessionen um die Felder, bei denen um eine gute Ernte gebeten wurde. Später trat die kirchliche Tradition in den Hintergrund - und es entwickelte sich das bis heute bekannte, sehr weltliche Treiben.

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SWR