Grüne Äpfel liegen auf einer Streuobstwiese bei DettingenErms (Foto: SWR, Thomas Scholz)

Harte Arbeit, keine faire Bezahlung

Streuobst: Ernüchternde Zwischenbilanz

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Obstbauern der Region ziehen für Streuobstpreise eine ernüchternde Zwischenbilanz. Die Arbeit lohne sich kaum noch. Vor allem in Hohenlohe/Tauber nicht.

Die Mostobstbauern in Hohenlohe/Tauber bekommen landesweit die niedrigsten Preise für ihr Streuobst, teilte der Verein Hochstamm mit einer Geschäftsstelle in Schrozberg (Kreis Schwäbisch Hall) mit. Der Verein hat eine Zwischenbilanz für Streuobstpreise veröffentlicht, die für wenig Enthusiasmus sorgt. 5 bis 6 Euro pro 100 Kilogramm Streuobst bekommen die Mostbauern in Hohenlohe/Tauber. Das sei weit weniger als der Durchschnitt, der in Baden-Württemberg zwischen 8,50 und 10 Euro liegt, heißt es. Aber auch diese Preise seien nicht wirtschaftlich, Vertreter aus Natur und Streuobstschutz fordern mindestens 15 bis 20 Euro pro 100 Kilogramm.

Preisbarometer: Überblick über Streuobstpreise

Seit dem vergangenen Jahr werden die Preise für Mostobst bundesweit durch Meldungen der Obstlieferanten in einem Preisbarometer erfasst, um mehr Transparenz herzustellen. Sonst sei der Überblick schwierig, welcher Abnehmer oder welche Kelterei wie viel für’s Mostobst zahlt, heißt es sitens des Vereins Hochstamm.

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