Die Menschen wurden nach dem Zusammenstoß von Lkw und Zug in der Ortsmitte versorgt (Foto: SWR)

Keine Verletzten aber hoher Sachschaden

Zusammenstoß von Zug und Lkw am Bahnübergang Neudenau endet glimpflich

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An einem Bahnübergang in Neudenau-Herbolzheim (Kreis Heilbronn) sind nach Polizeiangaben am Donnerstagvormittag ein Regionalzug und ein Lkw zusammengestoßen.

Laut Polizei gibt es keine Verletzten, der Sachschaden beträgt rund 350.000 Euro. Die Bahnstrecke Heilbronn-Würzburg war mehrere Stunden lang gesperrt. Inzwischen ist sie wieder frei.

In dem Regionalzug sollen 115 Fahrgäste gewesen sein. Sie alle haben den Zusammenprall gut überstanden, heißt es. Sie wurden an einem Sammelplatz in der Ortsmitte versorgt und dann auf Busse verteilt, um die Weiterreise anzutreten.

Ein "Scheppern" gehört

Es habe "gescheppert", beschreibt eine Reisende dem SWR vor Ort in Herbolzheim den Zusammenprall von Lkw und Regionalbahn, aber kaum wahrnehmbar. Dann blieb der Zug auch schon stehen. Die Menschen seien ruhig geblieben, alles sei geordnet abgelaufen, Rettungskräfte seien aber auch schnell am Unfallort gewesen.

Zum Glück sei es ein Einsatz "ohne Verletzte oder noch schlimmer", sagte auch eine Notärztin im Einsatz. Alles sei gut organisiert gewesen, es konnte direkt gesichtet werden: Gibt es Menschen, die behandelt werden mussten oder Risiko-Patientinnen und -Patienten? Die Notärztin habe den Eindruck, die Menschen seien relativ entspannt und in "Urlaubslaune". Aus Gesprächen habe sie erfahren, dass einige mit dem 9-Euro-Ticket unterwegs waren.

Beim Rangieren senkten sich die Schranken

Laut Polizei war der 32-jährige Lkw-Fahrer am Morgen beim Rangieren auf den beschrankten Bahnübergang gefahren, als sich der Zug näherte. Der Mann konnte das Fahrzeug nicht rechtzeitig vor Absenken der Schranken aus dem Gefahrenbereich bringen, heißt es. Da er fürchtete, mit der Ladefläche die Schranken abzureißen, ließ er den Lkw stehen. Der anfahrende Zug konnte trotz Vollbremsung den Zusammenstoß nicht mehr verhindern.

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