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Der Künzelsauer Ventilatoren- und Elektromotorenbauer Ziehl-Abegg (Hohenlohekreis) hat seine neue 16 Millionen Euro teure Produktionshalle im Gewerbepark Hohenlohe eingeweiht.

180 neue Arbeitsplätze sollen in der neuen Produktion entstehen. Außerdem sind Investitionen in Höhe von 20 Millionen Euro für weitere Maschinen geplant. Im neuen Werk werden energieeffiziente Elektromotoren und Ventilatoren gefertigt. Die Ventilatoren kommen etwa in IT-Rechenzentren, in Krankenhäusern oder bei der Kühlung von Lebensmitteln zum Einsatz.

"Es war eine schwere Entscheidung. Wir haben während des Höhepunktes der Corona-Pandemie im März 2020 entschieden, dass wir dieses Gebäude bauen. Jetzt stehen wir in der fertigen Halle. Und wie man sieht, die Maschinen werden gebraucht."

An der Feier nahm auch Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) teil. Sie lobte das Unternehmen und die Mitarbeiter. Bereits beim Spatenstich im Sommer 2020 war sie schon dabei.

Ministerin Hoffmeister-Kraut bei ziehl-abegg in Künzelsau (Foto: SWR)
Die Wirtschaftsministerin im Gespräch mit Ziehl-Abegg-Chef Peter Fenkl (rechts) und Dennis Ziehl, Aufsichtsratsvorsitzender

"Ziehl-Abegg ist beispielhaft für viele Familienunternehmen in unserem Land. Ein klares Bekenntnis zum Standort, zum Land. Es entstehen hochwertige Arbeitsplätze. Ziehl-Abegg ist weltweit erfolgreich mit über 80 Prozent Exportanteil. Solche Unternehmen brauchen wir, das sind unsere Zugpferde. Nur über Innovation können wir erfolgreich sein und auch unseren Standort sichern."

Die Wirtschaftsministerin sieht die Industrie im Land vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung und der Klimawandel bedeuteten einen großen Veränderungsprozess für die Unternehmen. Die Corona-Krise habe zudem gezeigt, dass funktionierende Wertschöpfungsketten auch innerhalb Europas keine Selbstverständlichkeit seien.

Die Auftragsbücher sind bei Ziehl-Abegg aktuell sehr gut gefüllt. Allerdings spürt auch das Künzelsauer Unternehmen die schwierige Situation am Rohstoffmarkt. Insbesondere bei Metallen seien die Rohstoffpreise sehr stark gestiegen. Mit elektronischen Bauteilen wie Halbleitern sehe es noch sehr viel schwieriger aus. Hier gebe es nach wie vor eine weltweite Verknappung, so Peter Fenkl.

Bauteile in der Produktion bei Firma ziehl-abegg (Foto: SWR)

"Wir gehen davon aus, dass sich die schwierige Situation bei den Rohstoffen Ende des Jahres entspannt. Eine richtige Entspannung wird es mit Sicherheit erst Mitte 2022 geben."

Der Umsatz bei Ziehl-Abegg betrug im vergangenen Jahr 639 Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt das Familienunternehmen 4.300 Mitarbeiter, davon 2.400 in Hohenlohe. Der Landrat des Hohenlohekreises, Matthias Neth (CDU), bezeichnete den Gewerbepark Hohenlohe als Aushängeschild. Ziehl-Abegg engagiere sich auch für die Gesellschaft. So habe das Unternehmen etwa Mitarbeiter für die Corona-Kontaktnachverfolgung abgestellt oder Ventilatoren für das Kreisimpfzentrum bereitgestellt. Auch mit einer Impfaktion für die Bevölkerung habe sich Ziehl-Abegg für die Gesellschaft vor Ort eingesetzt. Man könne froh sein, solche Unternehmen zu haben, die auch gut durch die Krise gekommen seien, so Neth.

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