Zerstöre Buga-Duscher an der Schleuse (Foto: SWR)

Unbekannte zerstören zum dritten Mal Skulpturen-Gruppe in Heilbronn

Trotz erneutem Vandalismus: "BUGA-Duscher" sollen bleiben

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Trotz der erneuten Beschädigung der "BUGA-Duscher" auf dem ehemaligen Bundesgartenschau-Areal sollen die Figuren wieder aufgestellt werden.

Bis dahin soll überlegt werden, wie man den Ort künftig besser gegen Vandalen schützen kann, sagte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel dem SWR. Die Figuren seien für viele Menschen eine Erinnerung an die BUGA.

Unbekannte hatten drei der sechs Skulpturen stark beschädigt. Es ist bereits das dritte Mal, dass die BUGA-Überbleibsel mutwillig zerstört wurden. Bei drei von sechs Skulpturen stehen nur noch die Beinstümpfe an Ort und Stelle. Die unbekannten Täter müssen massive Gewalt gegen die Kunstwerke eingesetzt haben.

Zerstörung wirkt systematisch

Es wirke fast so, als hätte es eine Gruppe gezielt darauf abgesehen, von der Stadt aufgestellte Dinge gezielt zu zerstören, meint Harry Mergel.

"Wir werden alles tun, um die Täter zu finden und überlegen uns gerade entsprechende Maßnahmen."

Skulpturen waren extra umgestellt worden

Oberbürgermeister Harry Mergel ist über die massive Zerstörungswut äußerst verärgert. Nach der zweiten Beschädigung der Skulpturen waren die "BUGA-Duscher" extra auf den Mittelsteg der dortigen historischen Schleuse umgestellt worden, der schwerer zugänglich ist. Aber auch dieser neue Standort schützte die Kunstwerke am Heilbronner Wilhelmskanal nicht.

Zerstörte Buga-Duscher an der Schleuse (Foto: SWR)
So sehen die "Buga-Duscher" aktuell aus. Für viele Passanten ein sehr ärgerlicher Anblick.

Stadt hat bei Polizei Anzeige erstatten

Nach der Bundesgartenschau (BUGA) 2019 hatte die Stadt die Skulpturengruppe "Duscher" der Bildhauerin Christel Lechner gekauft. Der Schaden wurde angezeigt und die Versicherung kontaktiert, erklärt eine Sprecherin. Sollte es zu einem Zivilprozess kommen, könnten die Täter für die Kosten der Restaurierung herangezogen werden.

Polizei bittet um Mithilfe

Bei einer Sachbeschädigung im öffentlichen Raum ist die Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, sagt Polizeisprecher Yannick Zimmermann. "Wir können leider nicht überall sein und hoffen, dass sich mögliche Zeugen bei uns melden". Sollten die Täter gefasst werden, drohen ihnen, je nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht, Geldstrafen, Arbeitsstunden oder sogar Haftstrafen, so Zimmermann.

Auch in Koblenz wurden Skulpturen der Künstlerin beschädigt

In der Koblenzer Altstadt sind am vergangenen Wochenende ebenfalls Skulpturen der Künstlerinnen Christel und Laura Lechner zerstört worden.

In der Nacht zum Sonntag waren Figuren der Freiluft-Ausstellung "Alltagsmenschen" beschädigt und zum Teil mit Farbe beschmiert worden. Laut Polizei wurden die Figuren aus ihren Verankerungen gerissen und umgestürzt. Über die Täter ist noch nichts bekannt. Die Polizei sucht Zeugen. Die etwa 40 Figuren des Mutter-Tochter-Künstlerteams Lechner stehen seit April für drei Monate in Koblenz.

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