Förderband mit Paketen in der Würth-Logistik (Foto: Würth-Gruppe)

Drohende Gasknappheit bereitet Sorgen

Würth-Gruppe steigert im ersten Halbjahr Umsatz und Betriebsergebnis deutlich

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Sven Huck

Die Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau hat Umsatz und Ergebnis im ersten Halbjahr 2022 deutlich gesteigert. Die aktuelle Lage dämpft aber die Erwartungen für das zweite Halbjahr.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahrszeitraum um 18,4 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis liegt nach Angaben der Würth-Gruppe mit Sitz in Künzelsau (Hohenlohekreis) bei 720 Millionen Euro – und damit deutlich über dem Vorjahr mit 520 Millionen Euro. Angesichts zahlreicher Herausforderungen sei die Würth-Gruppe mehr als zufrieden, so positive Ergebnisse zu erzielen, sagt Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung.

"Liefer- und Materialengpässe, Preissteigerungen, Corona-Pandemie und seit Februar der Konflikt in der Ukraine: Die Bewältigung dieser Krisenherde, die gerade geballt über die Wirtschaft hereinbrechen, ist für uns alle sehr herausfordernd."

Zudem spitze sich die Energiekrise aktuell zu und es würden Alternativen gesucht.

"Die Gasknappheit ist natürlich eine der großen Sorgen, die wir haben."

Maßnahmen für weniger Gasverbrauch

Es werde versucht, dort wo es gehe, Maßnahmen zu ergreifen, um Gas zu sparen beziehungsweise alternative Energieträger zu finden, so Friedmann. Zum Beispiel werde bei der Wärmebehandlung von Schrauben von Gas- auf Strombetrieb umgerüstet.

Erwartungen für zweites Halbjahr gedämpft

Angesichts der abkühlenden Konjunktur könnten diese hohen Wachstumsraten aber voraussichtlich nicht gehalten werden, so Friedmann. Unsicher bleibe auch die weitere Gasversorgung.

"Die Aussichten auf das zweite Halbjahr 2022 sind aufgrund erschwerter Rahmenbedingungen sicherlich alles andere als optimal."

Trotz aller Unsicherheiten geht die Würth-Gruppe von einem zweistelligen Umsatzwachstum im Jahr 2022 aus – vorausgesetzt, die wirtschaftliche und politische Lage verschlechtere sich nicht drastisch.

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