Würth Innovationscenter in Künzelsau (Foto: SWR)

Stärkung des Stammsitzes Künzelsau

Würth eröffnet 75 Millionen Euro Innovationszentrum

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Alexander Dambach

Mit einem neuen Innovationszentrum für 75 Millionen Euro in Künzelsau (Hohenlohekreis) will die Würth-Gruppe neue Produkte schneller auf den Markt bringen.

Auf rund 15.500 Quadratmetern sind modernste Arbeitsplätze und Labore der Würth-Gruppe entstanden. Mit dem neuen Innovationszentrum will der Schrauben- und Befestigungsspezialist kreativen Ideen Raum geben und Innovationszyklen verkürzen. Neu- und Weiterentwicklungen sollen damit noch schneller auf den Markt kommen, betont das Unternehmen.

Die Großinvestition mit dem Namen "Reinhold Würth Innovationszentrum Curio" ist auch ein klares Statement zum Standort, wie Unternehmensgründer Reinhold Würth bei der feierliche Eröffnung betonte.

"Das Innovationszentrum ist deutliches Bekenntnis zu unseren Wurzeln und zum Wirtschaftsstandort Hohenlohe, eine Investition in das Wachstum und damit die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens."

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Videobotschaft vom Ministerpräsidenten

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) schickte zur Einweihung eine Videobotschaft an die Gäste. Würths Schrauben und Befestigungssysteme finde man heute auf der ganzen Welt, von Biberach bis Brisbane in Australien.

"Ich bin sicher, das neue Innvationszentrum wird dem Würthschen Innovationsgeist noch weiteren Schub geben."

Neues Zentrum soll zur "Innovationsoase" werden

Der 75 Millionen Euro teure Neubau am Stammsitz in Künzelsau besteht aus zwei Gebäuden. Im neuen "Curio" arbeiten rund 250 Menschen an Produkt- und Systemneuheiten.

Würth Innovationscenter in Künzelsau (Foto: SWR)
Das "Reinhold Würth Innovationszentrum Curio" ist laut Unternehmensgründer Reinhold Würth ein klares Statement zum Standort Künzelsau.

Durch eine enge Kooperation mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der Universität Stuttgart und der Reinhold-Würth-Hochschule in Künzelsau entstehe eine "Innovationsoase" aus Forschung, Entwicklung und Anwendung. Mit "interaktiven Werkstätten" sollen "Anwendungswelten" der Kunden in der Realität abgebildet werden, heißt es.

Tests in Extremsituationen

In dem Innovationszentrum gibt es etwa ein zertifiziertes Dübellabor. Es können vor Ort auch Erdbeben simuliert und Produkte auf ihre Funktionalität in Extremsituationen geprüft werden.

Mit Klimakammern und einem Tropenhaus können auch spezielle Umweltbelastungen modelliert werden. Würth will in den nächsten Monaten weitere 30 "High Potentials" aus dem Ingenieursumfeld einstellen.

Würth-Gruppe in über 80 Ländern aktiv

Die Würth-Gruppe ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial. In über 80 Ländern beschäftigt der Konzern weltweit mehr als 84.000 Mitarbeitende in über 400 Gesellschaften mit mehr als 2.500 Niederlassungen.

Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Umsatz von 17,1 Milliarden Euro. Mit 7.500 Mitarbeitenden ist die Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau größtes Einzelunternehmen der Würth-Gruppe.

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