Logistik der Adolf Würth GmbH & Co. KG (Foto: Adolf Würth GmbH & Co. KG)

Zulagen für Mitarbeitende in Pandemie-Zeiten

IG Metall wertet Corona-Prämie bei Würth in Künzelsau als Erfolg

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Die IG Metall Schwäbisch Hall begrüßt die vom Künzelsauer Unternehmen Würth angekündigte Corona-Sonderzahlung. Auch eine Tariferhöhung soll es für Mitarbeitende geben.

Die geplanten Zulagen seien ein Erfolg für die Arbeit der Gewerkschaft, aber auch für den neuen Betriebsrat des weltweit agierenden Handelskonzerns mit Sitz in Künzelsau (Hohenlohekreis). Es sei richtig, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben, so Uwe Bauer, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Schwäbisch Hall. Dieser sei erst durch deren "Einsatz und Leistung ermöglicht" worden.

"Die Wahl eines Betriebsrates hat den Beschäftigten Gehör verschafft und zu diesem Erfolg geführt."

Dennoch gebe es beim Handelskonzern Würth "in Sachen Orientierung an den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg noch reichlich Spielraum nach oben", so Bauer.

2,3 Prozent mehr Geld und Corona-Sonderprämie

Das Unternehmen Würth aus Künzelsau (Hohenlohekreis) kündigte an, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Corona-Sonderprämie auszuzahlen. Außerdem wird der Tarifsatz angehoben. Zum 1. Juli könnten die Angestellten mit 2,3 Prozent mehr Geld rechnen. Zusätzlich zahle das Unternehmen den Beschäftigten, Auszubildenden und dualen Hochschülern einmalig 700 Euro aus.

Bisher habe sich Würth nach eigenen Angaben am Abschluss der Metall- und Elektroindustrie orientiert. Dieses Entgelt geht deutlich darüber hinaus, erklärte das Unternehmen. Damit wolle der Hersteller von Montagematerial das Engagement seiner Mitarbeitenden honorieren. Würth hat die Corona-Pandemie vergleichsweise sehr gut gemeistert, heißt es in der Pressemeldung.

Betriebsratswahl bei Würth für ungültig erklärt

Im Handelskonzern Würth war 2019 erstmals ein Betriebsrat gewählt worden. Die Wahl wurde im vergangenen Jahr vom Arbeitsgericht Crailsheim für ungültig erklärt - allerdings nicht für nichtig. Die Adolf Würth GmbH wollte das Urteil des Arbeitsgerichts um die Betriebsratswahl anfechten.

Vor der ersten Betriebsratswahl hatte ein so genannter "Vertrauensrat" die Mitarbeiter bei Würth 36 Jahre lang vertreten. Allerdings hatte das Gremium nicht die gesetzlichen Rechte wie ein Betriebsrat. Bei der Muttergesellschaft des Handelskonzerns arbeiten knapp 7.200 Menschen.

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