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Erstmals seit Jahrzehnten soll im kommenden Jahr wieder eine deutsche Rakete ins All starten. Am Dienstagvormittag hat das Startup-Unternehmen Hyimpulse aus Neuenstadt (Kreis Heilbronn) seine Pläne vorgestellt.

Demnach will das Unternehmen langfristig bis zu 50 Satelliten pro Jahr mit Raketen in den Weltraum fliegen. Nach eigenen Plänen ist in diesem Jahr ein Jungfernflug in 60 Kilometer Höhe geplant, im kommenden Jahr will das Startup-Unternehmen Hyimpulse mit 100 Kilometern die Grenze in den Weltraum überschreiten. Mit flüssigem Sauerstoff und Kerzenwachs als Öko-Treibstoff sollen die Raketen eines Tages möglicherweise angetrieben werden. Das ist zumindest einer der Pläne, betonte ein Vertreter des baden-württembergischen Staatsministeriums während einer digitalen Pressekonferenz.

Von der Einzelanfertigung von Raketen in die Serienfertigung

Laut Raumfahrtkoordinator der Bundesregierung will das junge Unternehmen aus Neuenstadt die Einzelanfertigung von Raketen in eine Serienfertigung umwandeln. Vor allem Satelliten zur Erdbeobachtung und zur Kommunikation will das 2018 gegründete Startup künftig befördern.

v.l.n.r.: Christian Schmierer, co Chief Executive Officer und Mario Kobald, Chief Executive Officer, Hyimpulse (Foto: Pressestelle, HyImpulse)
Christian Schmierer und Mario Kobald von Hyimpulse (v.l.n.r.) Pressestelle HyImpulse

Hunderte Kleinsatelliten werden derzeit jährlich ins All geschossen. Ohne Sie geht in der globalen Kommunikation nichts. Beliebt sind vor allem Microlauncher, die besonders günstig sind. Bis zum Jahr 2028 sollen jährlich weltweit rund 1.000 Satelliten ins Orbit geschossen werden, schreibt die Deutsche Presseagentur (dpa). 86 Prozent davon sollen Kleinsatelliten sein. Tendenz steigend.

Drei Unternehmen im Rennen um kleine Trägerraketen für Satellitentransport

Mehrere deutsche Start-up-Firmen entwickeln derzeit kleine Trägerraketen zum Transport von Satelliten in den erdnahen Orbit. Hyimpulse gilt als eine von drei Firmen in Deutschland, die bei der Entwicklung neuer Raketen für den Satelliten-Transport derzeit vorne liegen. Noch mit dabei sind die zum Bremer Raumfahrtkonzern OHB gehörende Rocket Factory Augsburg AG, die Isar Aerospace Technologies GmbH.

Alle drei nehmen am Microlauncher-Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) teil, bei dem es um die Förderung in Höhe eines zweistelligen Millionen-Euro-Betrags geht. In einer ersten Hauptrunde werden elf Millionen Euro vergeben. Eine Entscheidung fällt Ende April.

Heilbronn

KI-Innovationspark "Meilenstein" für die Region Konsortium reicht Konzept für Innovationszentrum "Künstliche Intelligenz" ein

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