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Der Weinbauverband Württemberg will in den nächsten Jahren den chemischen Pflanzenschutz reduzieren. Dafür soll jetzt eine Reihe von Testbetrieben eingerichtet werden, kündigte Weinbaupräsident Hohl in Weinsberg (Kreis Heilbronn) an. Bereits während der Verhandlungen über das Volksbegehren "Rettet die Bienen" hatte der Weinbauverband Württemberg die Idee eingebracht, jetzt hat er sie konkretisiert: Forschung, Beratung, neueste Technik - alles was wissenschaftlich möglich ist, sollen die Test-Weingüter in den nächsten Jahren an die Hand bekommen. Dadurch will der Verband dokumentieren, wie viel chemischer Pflanzenschutz verzichtbar ist und wie er ersetzt werden kann. Darüber hinaus sollen ein Warn- und Prognosesystem für Pilzkrankheiten erweitert sowie mehr pilzrestistente Rebsorten gepflanzt werden. Wie der Klimawandel das Konsumverhalten beeinflusst, auch dazu hat sich der Weinbauverband Württemberg geäußert. Weil die Sommer länger und trockener geworden sind, sei der Anteil von Weißwein gestiegen und von Rotwein geschrumpft. Der Riesling habe den Trollinger als häufigste Rebsorte in Württemberg abgelöst.

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