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Zum zweiten Mal tagt eine Tarifkommission, um den Knorr-Standort Heilbronn zu retten. Denn noch immer ist nicht entschieden, wie es weitergeht.

Der Mutterkonzern Unilever hatte in der Vergangenheit gefordert, dass das Werk 20 Prozent günstiger produziert. Ein Lohnverzicht der rund 700 Knorr-Beschäftigten in Heilbronn ist nach Plänen einer 14-köpfigen Tarifkommission aus Betriebsrat, Gewerkschaft und Arbeitgeberverband nicht ausgeschlossen. Die Verhandlungspartner nennen es eine "Verlangsamung der Lohnentwicklung". Damit wollen sie erreichen, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und der Konzern Unilever für das Werk in Heilbronn eine Perspektive bis zum Jahr 2030 gibt.

Mehr Trockenprodukte nach Heilbronn

Die Lösung könnte sein, Trockenprodukte aus anderen Teilen Europas nach Heilbronn zu verlagern. 80.000 Tonnen Trockenware produziert Knorr Heilbronn derzeit und ist damit das größte der fünf Werke. 90.000 Tonnen waren es zu Hochzeiten und könnten es wieder werden, wenn es nach der Meinung der Verhandlungspartner geht. Nur durch Menge, so ihre Überzeugung, könne es möglich sein, günstiger zu produzieren. Zusätzlich müsste in die Automatisierung investiert werden.

Für die Verhandlungen sind Dienstag und Mittwoch angesetzt.

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