Eine Frau nimmt ihre Maske ab (Symbolbild) (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/EUROPA PRESS | Cézaro De Luca)

Hohe Infektionszahlen trüben Vorfreude

Corona-Lockerungen im März: Vereine überwiegend optimistisch

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Ab dem 20. März sollen alle tiefgreifenderen Corona-Schutzmaßnahmen entfallen. Viele Vereine in der Region Heilbronn-Franken sind optimistisch und freuen sich auf den Betrieb.

Die geplanten Corona-Lockerungen lassen Vereine der Region optimistisch auf den Frühling blicken lassen. Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen fällt die Freude allerdings zum Teil noch verhalten aus.

Sportvereine erwarten Anstieg der Mitglieder

Seit Ende Februar konnten die Sportvereine ihren Betrieb wieder in vollem Umfang hochfahren. Seitdem sei die Zahl der aktiven Mitglieder auch wieder gestiegen, erklärt Kurt Hocher, Präsident der Turn- und Sportgemeinschaft Schwäbisch Hall. Die letzte Hürde sei die Überprüfung der Impfzertifikate, die dann am 20. März wegfallen soll. Hocher erwartet einen weiteren Anstieg der Vereinsmitglieder.

"Wir freuen uns auf die Lockerungen, sind aber mit der gebotenen Vorsicht unterwegs."

Die Rückkehr zum normalen Sportbetrieb erscheine verlockend. Gleichzeitig muss die Infektionslage im Blick behalten werden. Schon jetzt habe man immer wieder wegen Corona-Infektionen mit Spielausfällen zu kämpfen, erklärt Hocher. Auch Trainer und Übungsleiter seien betroffen. Angesichts der Lockerungen sei es deshalb wichtig, mit gebotener Vorsicht unterwegs zu sein.

Trainermangel bleibt akutes Problem

Seit den letzten Lockerungen würden sich die Mitgliederzahlen in den Sportvereinen zum Großteil stabilisieren, so Hocher. Doch viele Trainer und Übungsleiter seien während des Lockdowns abgewandert und hätten sich umorientiert. Hier sieht auch der Präsident der TSG Schwäbisch Hall den größten Nachholbedarf.

Auch Musikvereine sind optimistisch

Die Corona-Maßnahmen haben auch die Musikvereine in der Region Heilbronn-Franken schwer getroffen. Einige haben seit knapp zwei Jahren nicht mehr geprobt. Der 20. März könnte für viele Verbände wieder den Startschuss geben. Das hofft auch Gerhard Schäfer, Verbandsdirigent des Blasmusikverbandes Tauber-Odenwald-Bauland. Um den vorgeschriebenen Abstand zu wahren, mussten die Proben entweder online oder in kleinen Gruppen stattfinden.

Musiker vom Blasorchester Rheinhöhe (Foto: SWR, SWR -)
Die Corona-Pandemie hat Musikvereine schwer getroffen (Symbolbild) SWR -

Bundesmusikverband Chor & Orchester gibt den Ton an

Wie es ab dem 20. März mit den Musikvereinen weitergeht ist noch nicht endgültig geklärt. Die Vereine warten die auf die Mitteilung des Bundesmusikverbands Chor & Orchester. Der Verband gibt Empfehlungen für die Ausgestaltung konkreter Schutz- und Hygieneregeln für Proben und Konzerte.

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