Baden-Württemberg, Ludwigsburg: Eine Verdi-Flagge hängt während eines Warnstreiks an einem Omnibus. In den Tarifverhandlungen für das private Omnibusgewerbe  (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Marijan Murat (Archivbild))

Ver.di will Druck in laufenden Verhandlungen erhöhen

Warnstreiks im Busverkehr in Heilbronn-Franken

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Die Gewerkschaft ver.di hat für heute Warnstreiks im Busverkehr angekündigt. In der Region sollen Schwäbisch Hall, Crailsheim, Bühlertann, Ellwangen, Güglingen und Neuenstadt betroffen sein.

Auch im Schülerverkehr müsse laut ver.di mit Behinderungen und Ausfällen gerechnet werden. Mit dem Warnstreik soll der Druck auf die Verhandlungen gesteigert werden, die am Dienstag in elfter Runde in Sindelfingen fortgesetzt werden sollen.

"Wir wollen, dass der Montag der letzte Streiktag ist. Dafür müssen sich die Arbeitgeber jetzt endlich den entscheidenden Ruck geben."

Für ver.di steht fest: die von der Politik angestrebte Verdoppelung des ÖPNV bis 2030 werde nur gelingen, wenn dafür ausreichend Fahrerinnen und Fahrer gewonnen werden könnten. Die derzeitigen Arbeitsbedingungen hätten bereits zu einer erheblichen Lücke bei den Fachkräften geführt.

Diskussion um Bezahlung der Standzeiten

Die Landesregierung, so ver.di, müsse den ÖPNV so ausreichend finanzieren, dass gute Arbeit möglich sei. Zentrale Streitpunkte in dem Tarifkonflikt sind noch die Bezahlung der Standzeiten. In einigen Punkten konnten sich beide Seiten bereits einigen, etwa bei den Zuschlägen.

Die Abschlusskundgebung des heutigen Streiktages ist vor dem Neuen Schloss in Stuttgart beim Finanzministerium geplant. Ver.di hatte sich mit einem Brandbrief auch an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) gewandt.

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