Bundesregierung erwägt Vorrang von Güterzügen

Kohle per Zug auf der Frankenbahn: VCD fordert Nachbesserung

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Die Bundesregierung denkt darüber nach, mehr Energie-Transporte wie Kohle, Gas und Öl vom Schiff auf die Schiene zu verlagern. Auch auf der Frankenbahn gäbe es dann Änderungen.

So würden vier Züge pro Tag zusätzlich das Heilbronner Kohlekraftwerk ansteuern, hat der Verkehrsclub Deutschland (VCD) nachgerechnet. Da diese wieder zurückfahren, wären das in Summe acht zusätzliche Güterzüge, die täglich auf der Strecke der Frankenbahn unterwegs wären. Für den baden-württembergischen VCD-Landesvorsitzenden Matthias Lieb wäre das vertretbar, wie er in einem Interview mit dem SWR sagte. Allerdings müssten die Züge dann in kürzeren Abständen fahren können - das wäre nur möglich, wenn die Strecke mit mehr Signalen nachgerüstet werden würde.

"Blockabschnitte, die eine dichtere Zugfolge verhindern"

Ein Beispiel ist die Trasse Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) Richtung Osterburken (Neckar-Odenwald-Kreis), so Lieb: Wollen zwei Züge direkt hintereinanderfahren, muss der zweite ein paar Minuten warten, da die Signale in zu weitem Abstand stünden. Gebe es auf der halben Strecke schon wieder ein Signal, könnte der zweite Zug schneller losfahren. "Es gibt eben auf vielen Strecken solche langen Blockabschnitte, die eine dichtere Zugfolge verhindern." Eine solche Nachrüstung sei relativ kurzfristig und einfach umsetzbar.

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SWR