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Am Landgericht Heilbronn wird am Montag das Urteil im Prozess wegen fahrlässiger Tötung, versuchten Mordes und Fahrerflucht erwartet. Der Angeklagte soll im Mai 2019 in Großsachsenheim (Kreis Ludwigsburg) einen Unfall mit einem Toten und drei Verletzten verursacht haben. Ein 21-Jähriger starb am Unfallort, drei weitere wurden verletzt. Der Angeklagte habe nicht angehalten, um den Verletzten zu helfen, deshalb lautet die Anklage auch auf versuchten Mord durch Unterlassung. Zum Prozessauftakt hat der damals 42-jährige Angeklagte eine Aussage verlesen lassen. Er habe in der Nacht nicht gewusst, dass er Menschen angefahren haben könnte. Er habe zu seinem Aschenbecher geschaut, als es einmal gerumpelt hat, er dachte, er habe eine Warnbarke umgefahren. Der Vorsitzende Richter hatte Zweifel an der Aussage, denn in einer Nachricht an dessen Frau habe er ihr gesagt, dass sie einer möglicherweise vorbeikommenden Polizeistreife nichts sagen solle.

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