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Mitten in der Stadt - mitten auf dem ehemaligen Buga-Gelände: Im Heilbronner Stadtteil Neckarbogen wächst seit geraumer Zeit unter anderem Weizen. Jetzt steht die Ernte an.

Da wo im Jahr 2019 wunderschöne Dünen zum Verweilen einluden, da rauscht jetzt der Mäh-Traktor durch. Denn seit dem vergangenen Sommer befinden sich auf der Sommerinsel des ehemaligen Bundesgartenschaugeländes Ackerflächen.

Winterroggen und Dinkel für spätere Buga-Brötchen

Landwirt Martin Störzbach baute dort im Auftrag der Stadt Heilbronn seit November 2020 Winterroggen und Dinkel an, der nun im Hochsommer ausgereift ist und nun geerntet werden konnte.

"Wir mähen jetzt das Getreide, dann lassen wir es trocknen und in der kommenden Woche kommt der Mähdrescher und drischt es. Und wenn alles gut klappt, machen wir daraus auch Brötchen."

Buga-Gelände Heilbronn. Wiese wird mit einem Mähfahrzeug gemäht. (Foto: SWR)
Am Donnerstag wurde das Getreidefeld auf dem ehemaligen Buga-Gelände gemäht.

Seltene Tierarten sollen ferngehalten werden

"Urban Farming" nennt sich das - sozusagen als Interimsnutzung. Denn die Flächen sind eigentlich sechs zukünftigen Baufelder. Frühestens 2024 soll hier mit der Bebauung begonnen werden und in einigen Jahren sollen hier Häuser stehen. Bis dahin will man mit dem Anbau des Getreides verhindern, dass seltene Tierarten einwandern.

"Wir verdrängen damit zum Beispiel Mauereidechsen, die wir später wieder mit größtem Aufwand von der Fläche entfernen müssten."

Und auch die fortpflanzungsfreudigen Nilgänse haben auf der Fläche eine Luzerne-Weidelgras-Wiese zur Ablenkungsfütterung erhalten.

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